Der Businessplan: Grundlage der Existenzgründung

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Der Businessplan ist der erste Schritt zur erfolgreichen Selbständigkeit und Grundstein jeder Unternehmensgründung. Doch wie erstellt man einen Businessplan? Welche Fehler gilt es zu vermeiden? Antworten auf diese Fragen bietet der Freiburger Gründertag 2012 am 19. Oktober 2012.



Keine Finanzierung ohne Businessplan, denn jeder potenzielle Kapitalgeber - Bank, strategischer Partner, zukünftiger Geschäftspartner - möchte sich von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit einer Geschäftsidee oder Unternehmensgründung überzeugen. Doch wie gewinnt man diesen für sein Vorhaben? Wie erstellt man einen Businessplan und welche Fehler gilt es dabei zu vermeiden?


Zunächst einmal ist ein Businessplan ein schriftliches Dokument, das Auskunft gibt über eine Geschäftsidee. Es beschreibt, wie sie funktionieren soll, an welche Zielgruppe sie sich richtet und wo ihre Chancen und Risiken liegen. Damit enthält es die wichtigsten Eckdaten und Vorgaben für ein geplantes unternehmerisches Projekt. Doch ein Businessplan ist mehr als nur eine Wirtschaftlichkeitsstudie einer Idee. Er ist auch für den Unternehmer und Existenzgründer wichtig, denn er ermöglicht, die Umsetzung eines Vorhabens zu kontrollieren. Er dient somit der Standortbestimmung während des laufenden Geschäftsbetriebs.

Zu den wesentlichen Bestandteilen eines Businessplans gehören:

  • Zusammenfassung: Die Zusammenfassung beschreibt die Geschäftsidee kurz und prägnant, geht auf Erfolgs- und Risikofaktoren des unternehmerischen Vorhabens ein, benennt die Ziele für die ersten Jahre und weckt in einem besten Fall das Interesse potenzieller Kapitalgeber.
 
  • Geschäftsidee: Der Leser eines Businessplans möchte das unternehmerische Vorhaben mit all seinen Stärken und Schwächen kennen lernen. Er möchte den Kundennutzen eines Produktes oder einer Dienstleistung erfahren und wissen, wie sich diese von bereits bestehenden Produkten oder Dienstleistungen abheben.

  • Markt- und Wettbewerbsanalyse: Der Businessplan geht auf den Zielmarkt ein, in dem das Produkt oder die Dienstleistung angeboten werden soll. Er analysiert die Kunden, die Wettbewerber und zeigt Chancen und Risiken für das unternehmerische Vorhaben auf.

  • Kapitalbedarf: Die Finanzplanung ist das Herzstück eines jeden Businessplans. Sie zeigt auf, wie hoch der Kapitalbedarf für die Unternehmensgründung ist, aus welchen Quellen diese finanziert werden soll und welche Einnahmen und Ausgaben in den nächsten drei bis fünf Jahren anstehen werden.

  • Gründerteam und Unternehmensorganisation: Ein Businessplan stellt außerdem die Existenzgründer vor und geht auf ihre fachlichen und unternehmerischen Qualifikationen ein. Er reiht nicht nur die Kompetenzen aneinander sondern beschreibt, in welcher Weise sie für den Erfolg eines Unternehmens von Bedeutung sind.
Je mehr Informationen ein Businessplan enthält, desto anfälliger ist er für Fehler. Die häufigsten Fehler sind:
  • unvollständige Markt- und Wettbewerbsanalyse: Eine unzureichende Markt- und Wettbewerbsanalyse beschreibt weder die Struktur des Marktes und der Branche noch geht sie auf Erfolgschancen für ein Vorhaben ein.
 
  • unvollständige Finanzierungsplanung: Ein Businessplan ist fehlerhaft, wenn sie die Gründungskosten nicht vollständig erfasst, laufende Betriebsausgaben nicht berücksichtigt und eine mögliche Umsatzentwicklung außer Betracht lässt.
 
  • keine Kundenorientierung: Ein Businessplan ist mangelhaft, wenn er die Zielgruppe des unternehmerischen Vorhabens nicht erfasst und die Bedürfnisse zukünftiger Kunden unberücksichtigt lässt.
 
  • mangelhafte Struktur: Für einen Businessplan unentbehrlich sind eine übersichtliche Gliederung, ein gut strukturierter, logischer Aufbau und ein ansprechendes Layout.

  • mangelhafte Lesbarkeit: Ein Businessplan verlangt nach einer einfachen und verständlichen Sprache. Überflüssige Füllworte sind genauso zu vermeiden wie eine schwer verständliche Fachsprache.
Der Freiburger Gründertag 2012 bietet ein umfangreiches Vortrags- und Beratungsprogramm gerade auch zum Thema Finanzierung und Businessplan. So wird beispielsweise Lothar Christen, Sparkassendirektor a.D., im Rahmen eines Workshops Fragen rund um das Thems Businessplan behandeln. Für diese Veranstaltung lohnt sich eine Registrierung als Besucher.

Mehr dazu:

Was: Freiburger Gründertag 2012
Wann: Freitag, 19. Oktober 2012, 9:30 - 18 Uhr
Wo: Messe Freiburg, Europaplatz 1 (Navigationsadresse: Hermann-Mitsch-Straße 3), 79108 Freiburg
[Fotos: contrastwerkstatt - Fotolia.com (Text), N-Media-Images - Fotolia.com (Teaser)]