Der Baumhaus-Erbauer

Okan Bellikli

Ein Baumhaus bauen, das ist ein Kindheitstraum. Doch nicht jeder, der diesen Traum hat, besitzt am Ende tatsächlich sein eigenes Wipfelreich. Mit dem nötigen Kleingeld lässt sich das aber nachholen. Denn Jürgen Schuler aus Freiburg baut Baumhäuser, die nicht nur für Kinder geeignet sind.



Bart Simpson hat eins. Und viele Kinder hätten ebenfalls gern eins: ein Baumhaus. Zum Herumtollen, als geheimes Versteck oder einfach nur als Rückzugsort.


Für alle, deren Wunsch in ihrer Kindheit nicht erfüllt wurde, schafft ein Mann jetzt Abhilfe: Jürgen Schuler. Wer für sich oder seine Kinder gerne ein Baumhaus hätte, kann den 41-jährigen Landschaftsgärtner und Baumpfleger mit dem Bau beauftragen.

"Bäume liegen mir sehr am Herzen und daher wollte ich schon von jeher Menschen einen Zugang schaffen zu ihnen und dem Leben in ihnen." So kam Jürgen Schuler auf die Idee, Baumhäuser für Groß und Klein zu bauen. Dabei ist es ihm wichtig, dass die Konstruktionen baumschonend eingebaut werden.



Offen ist er, was die möglichen Formen des Baumhauses angeht. "Grundsätzlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt." Das klassische Baumhaus hat die Form einer kleinen Hütte, eine modernere Variante sieht aus wie ein kleiner Dom mit Kuppel.

Die Größe des Baumhauses richtet sich nach Größe und Statik des Baumes, der entsprechend gesund und tragfähig muss. Wofür es dann genau dient, das bleibt den Leuten überlassen, die es kaufen: "Da können hinterher Kinder drin sein, das kann aber auch ein Liebesnest für Erwachsene sein, ein Zimmer für eine Massagepraxis oder ein Café. Beliebt ist es auch für Campingplätze, die es dann vermieten können."



Nur zu groß sollte das Baumhaus nicht werden, da sonst unter Umständen eine Baugenehmigung fällig werden könnte. Normalerweise benötigen die Besteller ein privates Grundstück, auf dem das Baumhaus gebaut werden kann. "Ich kann es mir aber auch im öffentlichen Raum gut vorstellen. Zum Beispiel könnte die Stadt Freiburg als grüne Stadt ein Waldgrundstück zur Verfügung stellen, auf dem man mehrere Baumhäuser bauen kann und das dann als Erlebnisraum Wald und als Zugang zum Entdecken des Baumes und seiner Ökologie dienen könnte", sagt Schuler.

Preislich sollte man sich auf einiges gefasst machen und günstigstenfall ein seit Kindheitstagen geführtes Sparschwein schlachten. Denn je nach Größe kann so ein Bauhaus, das häufig aus langlebigem Douglasienholz besteht, schon einmal zwischen 8000 und 12000 Euro kosten. Dafür hat es auch eine geschätzte Lebensdauer von 20 Jahren. Soll es nur etwas Kurzlebigeres sein, etwa ein Baumhaus für die Kinder, kann man auch günstigere Materialien verwenden.

Jürgen Schuler jedenfalls ist davon überzeugt, dass Bäume etwas Tolles sind und Baumhäuser beim Entdecken Ersterer helfen können: "Ich finde, dass Menschen mehr Zugang zu Bäumen bekommen sollten. Da gibt es unheimlich viele tolle Sachen zu entdecken, von Käfern bis hin zu Vögeln, die sich in Bäumen aufhalten. Das kann man wunderbar von einem Baumhaus aus beochbachten."



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Kontakt

Jürgen Schuler
ökologischer Gartenbau
Eichhalde 2
79104 Freiburg
0173.4316283
info@naturgaerten.de
Website: Naturgarten.de