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Der Aka Filmclub ist in den großen Hörsaal der Biologie umgezogen

Luisa Joa

Seit 60 Jahren bietet der Aka Filmclub der Uni Freiburg Studierenden jedes Semester ein günstiges und buntes Kinoprogramm. Jetzt ist er von seinem ehemaligen Stammplatz im KG 2 in den großen Hörsaal der Biologie umgezogen.

Der Herbst ist nun endgültig in Freiburg eingezogen. Es wird früher dunkel und die Blätter färben sich bunt. So langsam füllt sich der Campus wieder, denn die Semesterferien neigen sich dem Ende zu, das Wintersemester steht vor der Tür.


Abende an der Dreisam fallen in der kalten Jahreszeit weg. Dafür kann man es sich jetzt mit Snacks im großen Hörsaal der Biologie gemütlich machen. Dort wird der Aka Filmclub dieses Semester an drei bis vier Tagen die Woche seine eigene Auswahl an Filmen präsentieren. 1957 wurde der gemeinnützige Verein von filmbegeisterten Studierenden gegründet. Damit ist er einer der ältesten studentischen Filmclubs in Deutschland.

"Über das Filmprogramm wird intern und basisdemokratisch abgestimmt", sagt Raphael Steinhilber. Er ist im Vorstand des Aka Filmclubs. "Der Kern unseres Angebots ist, dass wir versuchen, durch Filmreihen einzelne Genres oder Themen näher zu beleuchten." Dieses Semester wird es eine Filmreihe über Afrika geben, so Steinhilber. Zu der soll es auch ein entsprechendes Rahmenprogramm mit Vorträgen und Diskussionen geben.

Der Film Khartoum Offside und Volker Finke

So erzählt der afrikanische Film "Khartoum Offside" die Geschichte einer Gruppe junger Frauen. Diese versucht in der sudanesischen Hauptstadt Khartoum rechtzeitig zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2018 eine Mannschaft auf die Beine zu stellen. Es beginnt eine Auseinandersetzung mit dem nationalen Fußballverband und der islamisch geprägten Gesellschaft des Landes, die es Frauen verbietet Fußball zu spielen. Im Anschluss an die Filmvorführung wird Volker Finke, der ehemalige Trainer der SC Freiburgs, welcher bis 2015 die Nationalmannschaft Kameruns angeleitet hat, dem Publikum für Fragen zur Verfügung stehen.

"Der Themenauswahl unserer Filme sind kaum Grenzen gesetzt. Aktuell, politisch, stumm, schwarz-weiß, oder historisch. Auch dieses Semester haben wir versucht ein überraschendes Programm zusammen zu stellen", sagt Raphael Steinhilber.

Der aka Filmclub kooperiert außerdem mit vielen verschiedenen studentischen Gruppierungen und Vereinen. Am 8. November hat er Mitglieder der Initiative "Jugend rettet e.V." eingeladen, die über ihre Arbeit bei der Seenotrettung berichten werden. Der Namensgeber des Filmes "IUVENTA" ist der umgebaute Fischkutter der Gruppe. Der Film begleitet diese bei ihrer Mission Menschen aus dem Mittelmeer zu retten.

Da die Universität große Umbaupläne für das gesamte KG 2 hat, musste der Aka Filmclub im letzten Monat seine sieben Sachen packen und samt Schallgedämmter Kabine für die Projektoren und professioneller Tonanlage umziehen. Dies ist ihm nun endlich gelungen.



Am Dienstag, 22. Oktober, beginnt die große Eröffnungswoche. Diese wird mit "Once upon a Time … in Hollywood" von Quentin Tarantino feierlich und mit Sektempfang eingeleitet. Wer jetzt Lust bekommen hat, nicht nur Filme zu schauen, sondern auch sich beim Aka Filmclub zu engagieren:
Die Mitgliederversammlung findet an jedem ersten Montag im Monat im Büro in der Belfortstr. 37 (Im Grün) statt. Wer Lust hat, Einblicke in den Bereich der kulturellen Filmarbeit zu gewinnen und Interesse daran hat, hinter den Kulissen mitzumachen, ist jederzeit willkommen.

Überblick über das aktuelle Programm:


  • Was: Filmauftakt der Eröffnungswoche des aka filmclubs, "Once upon a time … in Hollywood"
  • Wann: Dienstag, 22. Oktober, Sektempfang ab 19.30 Uhr
  • Wo: Großer Hörsaal der Biologie, Botanischer Garten, Herdern
  • Eintritt: Der Eintritt zu allen Filmen beträgt 1,50 Euro. Die passive Mitgliedschaft im Filmclub ist hierfür Voraussetzung und kann in Form eines Mitgliedsausweises für 3,50Euro an der Abendkasse erworben werden.