Demo gegen Verkauf der städtischen Wohnungen

Markus Hofmann

Der mögliche Verkauf der städtischen Wohnungen ist ein Thema, das viele Freiburger in diesen Tagen stark beschäftigt. Die Wohnungen sollen - dies fürchten die Mieter - an renditehungrige Investoren verkauft werden. Solche Investoren werden im allgemeinen Sprachgebrauch gerne als Heuschrecken polemisiert - deswegen die Anti-Heuschrecken-Plakate (oben), die knapp 50 Demonstranten der "Bügerinitiative für den Erhalt städtischer Wohnungen" heute Nachmittag vor dem Augustinermuseum in die Höhe streckten, um gegen den möglichen Verkauf der Wohnungen zu protestieren.




Die Demonstranten - unter ihnen auch zahlreiche Mitarbeiter der Freiburger Stadtbau - hatten sich ganz bewusst das Augustinermuseum als Ort des Protests ausgesucht. Unter freiem Himmel fand dort zeitgleich die Grundsteinlegung für die Sanierung des Museums statt, zu der Freiburgs Oberbürgermeister Salomon (Foto oben links) Vertreter der Kirche, des Gemeinderats und der Landespolitik eingeladen hatte. Im Zuge der Sanierung hat die Stadt Freiburg für den ersten Bauabschnitt mehr als fünf Millionen Euro im städtischen Haushalt eingeplant. Für die Bürgerinitiative kristallisiert sich deshalb an diesem Sanierungsprojekt auch ein bisschen die Frage, mit welcher Priorität die Stadt Kultur- und Sozialpolitik verfolgt.