Debatte: Darf Steinbrück den Mittelfinger zeigen?

Manuel Lorenz

Skandal! Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der SPD, macht auf dem Titelbild des SZ-Magazins den Stinkefinger! Was meint ihr: Ist das okay? Findet ihr's vielleicht sogar grandios? Oder geht das gar nicht?



Jeden Freitag erscheint das Magazin der Süddeutschen Zeitung. Und jedesmal beantwortet darin ein Prominenter pantomimisch Fragen. "Sagen Sie jetzt nichts", heißt das beliebte Format. Und heute sagt der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nichts.


Beziehungsweise viel.

Auf die Frage "Pannen-Peer, Problem-Peer, Peerlusconi - um nette Spitznamen müssen Sie sich keine Sorgen machen, oder?" antwortet er mit jenem Bild, das am Ende auf dem Cover des SZ-Magazins landete. Insgesamt gibt er sich extrem offen bis offensiv: Die Frage, ob er unter seinem Hemd noch ein Unterhemd tragen würde, beantwortet er, indem er sein weißes Hemd drei Knöpfe weit aufknöpft und seine nackte Brust entblößt.

Sein Pressesprecher habe ihn - so verlautbart die Süddeutsche Zeitung - nach dem Fotoshooting dazu geraten, das Mittelfinger-Bild nicht veröffentlichen zu lassen. Steinbrück habe darauf wortkarg erwidert: "Nein, das ist okay so."

Gestern Abend gab das Magazin bekannt, wie sein heutiges Titelbild aussehen wird. Sofort liefen die Sozialen Medien heiß. Twitter-User versammeln unter dem lapidaren Hashtag #stinkefinger ihre Beiträge zum Thema Steini-Effe; über Nacht ist jener Finger der Nation zum Mem geworden, was ebenfalls die Süddeutsche Zeitung zusammengefasst hat.

 

fudder-Debatte

Was meint ihr? War Peers Steini-Effe eine angemessene Antwort auf Angelas Merkel-Raute? Kann er damit das Ruder rumreißen und auf dem bundesdeutschen Stimmungsbarometer doch noch an der Bundeskanzlerin vorbeiziehen? Oder ist er zu weit gegangen und hat's jetzt komplett verkackt? Weil sich so was für einen Kanzlerkandidaten nicht ziemt?

Du bist gefragt!

[Foto: dpa]

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