Debatte: Braucht Freiburg mehr Polizei?

Manuel Lorenz

In der Kriminalitäts-Liga Baden-Württembergs steht Freiburg immer noch auf Platz eins - quasi mit 15 Punkten vor dem Zweitplatzierten. So jedenfalls drückt es Polizeichef Amann aus. Schuld daran sei vor allem, dass es hier nicht genügend Polizisten gäbe. "Mit 100 Beamten mehr ließe sich etwas machen", so Amann. Wie seht ihr das: Habt ihr das Gefühl, Freiburg braucht mehr Polizisten?



Auf Freiburgs Straßen sorgen 880 Beamten für Ordnung. Das sind rund 20 Prozent weniger als in Mannheim, das Platz zwei in der sprichwörtlichen Kriminalitäts-Liga belegt (die Kollegen von der Badischen Zeitung berichteten). Polizeichef Amann kritisiert, dass Freiburg bereits seit 20 Jahren unterversorgt sei. Die dadurch entstehende permante Überlastung der Beamten, die in Freiburg zwischen 30 und 50 Prozent höher liegt als in vergleichbaren Großstädten, fördere zudem den Burn-out.


Durch die vielen verübten Straftaten lenkt die Freiburger SPD mit Stadträtin Renate Buchen den Blick auch wieder auf einen alten Gesetzesvorschlag: Alkoholverbot in der Innenstadt. Glaubt man der Statistik, werden die meisten Vergehen zwischen 4 und 6 Uhr morgens verübt, im Bereich von Bermuda-Dreieck, Johanneskirche und Bahnhof. Zu 59,8 Prozent seien die Täter alkoholisiert.

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Werdet ihr häufig Zeuge von Straftaten? Seht ihr nachts viele oder wenige Polizisten auf Streife? Habt ihr Angst, wenn ihr allein nach Haus geht? Welche Erlebnisse habt ihr nachts oder tagsüber mit Kriminalität und Polizei? Eure Erfahrungen und Meinungen ab ins Kommentarfeld.

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[Foto: dpa]

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