David Spajic hat eine Doku über Mixed Martial Arts gedreht - als Bachelorarbeit

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Mixed Martial Arts sind nur brutal und kennen keine Regeln - so die Vorurteile. Der 26-jährige Freiburger David Spajic wollte das widerlegen - und hat als Bachelorarbeit eine 37-minütige Doku über jenen Vollkontaktwettkampf gedreht.



Als MMA-Fan und Medienschaffender gingen mir die vorhandenen Berichterstattungen gegen den Strich. Es wurde bewusst Meinung gemacht und gegen den Sport vorgegangen, sodass die Ausstrahlung von MMA-Events im deutschen Fernsehen verboten wurde.


Verschiedene Berichte und vor allem die absolute Unwissenheit der Berichterstatter (siehe: SWR „Die Käfigkämpfer“, RTL/SternTV-Beitrag mit Gregor Herb, NTV-Telefoninterview mit Gregor Herb, WDR-Beitrag „Käfigkampf“ usw. usf.) haben mich ein wenig in Rage versetzt, aber auch Zweifel aufkommen lassen.

Somit ist die Idee, den Film zu machen, vor Ewigkeiten aufgekeimt, sodass ich eines Tages in Gregor Herbs Gym bin, um den Sport mal auszuprobieren und zu sehen, was an den gängigen Mythen alles dran ist. Schnell wurde ich vom Fan zum Ausübenden. Die Leute waren umgänglich und nett, kamen aus allen erdenklichen Lebenslagen und Schichten.

Mein Bild des Sports wurde somit gefestigt, und der Wille, den Film zu machen, um die Fehlinformationen der großen Berichterstatter richtigzustellen, wurde stärker. Somit entstand letzten Endes als Bachelorarbeit die Dokumentation „MMA – BE WATER“, die den Sport gänzlich unverfälscht zeigt. Ich habe bewusst auf viele Stilmittel und Aufbaumöglichkeiten verzichtet, um am Ende nicht über Effekthascherei zu zerstören, was ich aufzubauen versuchte.



Ich stelle den Sport hier dar, wie ich ihn kennengelernt habe, mit Menschen, die ich auf dem Weg bislang getroffen habe. Ich weiß zu gut, was und wie auch bei Dokus teils gefaked wird, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen, und habe darauf bewusst verzichtet. Frei nach dem Motto „What you see, is what you get!” wird der Sport hier vorgestellt und erreicht hoffentlich genau die Menschen, denen es an Verständnis für den Sport fehlt, weil sie ihn eben nicht verstehen.

Und wenn er sie nicht bekehren sollte, dann gibt er ihnen wenigstens eine solide Grundlage, auf der man den Sport bewerten kann und ihn vielleicht zumindest mal als solchen ansieht. Der Titel bezieht sich auf ein altes Zitat von Bruce Lee. Im BBC-Interview bezog er sich damals schon auf bestehende Kampfsportsysteme und kam zum Schluss, dass es keine dominanteste Kampfart gibt, sondern am Ende derjenige, der „Formlos“ ist, der stärkere sei, weil er sich allem anpassen kann.

MMA --- BE WATER (2013)

Quelle: YouTube


Zum Filmemacher

Mein Name ist David Spajic, ich bin 26 Jahre alt und habe im Februar 2013 meinen Bachelor an der Hochschule Offenburg gemacht, wo ich zur Zeit mit dem Masterstudium weiter beschäftigt bin.

Ich bin gebürtig aus Freiburg und wohne hier auch nach wie vor. Sonst gibt's nicht viel zur Person zu sagen, außer dass ich Filme, Sport, (englischsprachige) Stand-up-Comedy und auch sonst jegliche Form von Albernheit unterstütze und zelebriere.

Wie so viele war ich schon immer Filmnarr und habe mein interdisziplinäres Studium genutzt, um mich an den Filmbereich heranzutasten. Nach einem positiven Praxissemester ging es dann auch schon los mit der freiberuflichen Arbeit in besagtem Bereich. Somit bin ich seit nunmehr fast zwei Jahren frei unterwegs und habe an vielen Doku-, Image und Kurzfilmen mitgearbeitet und mache das parallel zum Masterstudium auch nach wie vor.

 

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