Das waren die 7 besten Momente bei Mighty Oaks auf dem ZMF

Jana Luck

Die isländische Band Kaleo haben sie doch nicht mitgebracht – aber Mighty Oaks machen die Freiburger trotzdem glücklich. Und sind begeistert vom Publikum im Zirkuszelt. Sieben Highlights vom Konzert.



1. Als nach dem ersten Song das Licht ausgeht...

… wird es plötzlich dunkel im Zirkuszelt bis auf die hellen Scheinwerfer-Kegel, die gelb auf die Bandmitglieder leuchten. Und dann setzt Sänger Ian Hooper an, begleitet von zahlreichen Publikumsstimmen, die den Song bei den ersten Gitarrenklängen erkannt haben, ihn sowas von auswendig können und aus den Zeilen einen großen gemeinsamen Klangteppich machen. "Seven days I'm going to call the wild in me ..."

2. Violinist Sebastian Schlecht, der die Band auf ihrer Tour begleitet

Bei den ersten Liedern entdeckt man ihn kaum, hinten auf der Bühne, im Kunstnebel halb verdeckt. Aber man muss ihm ohnehin besser mit geschlossenen Augen zuhören. Er selbst hat die Lider gesenkt, als er seinen ganzen Körper dem Geigenbogen folgen lässt, der mal mystisch-zittrige, mal folkige, mal märchenhafte Klänge zaubert. Mit seiner Loop-Station baut er sich sein eigenes Streicher-Ensemble zusammen und gibt dem Folk-Pop die richtige Portion Glitzer obendrauf.

3. Feuerzeuge

Keine Handys. Echte Feuerzeuge. Die im Takt flatterig von links nach rechts nach links geschwenkt werden. Da hinten eins. Da vorne zwei. Oder doch schon drei? Weil orangene Flammen eben doch stimmungsvoller sind als blendende Handydisplays oder Smartphone-Taschenlampen.

4. Dass Ian Hooper so begeistert ist vom Freiburger Publikum

"Man, ihr seid so krass gut drauf!" ruft er enthemmt ins Zirkuszelt hinein und erntet noch mehr Füßetrampeln, Klatschen, Johlen. Ist es Koketterie? Glaubt man Hooper, dann nein: "Das ist echt der Wahnsinn hier! Vor so einem geilen Publikum zu spielen, das wissen wir zu schätzen – das haben wir nicht oft!" Dafür gibt es dann auch noch eine Zugabe. Und noch eine. Und noch eine. Und....

5. Schwitzen im Zelt

Zusammen mit Mighty Oaks. Vorne auf der Bühne muss es tatsächlich noch heißer sein. Bestätigt die Band auf Twitter:



6. Versöhnte Kaleo-Fans

"Ich weiß, viele von euch haben Karten für Kaleo gekauft heute, aber ich hoffe, es gefällt euch trotzdem", sagt Ian Hooper – Applaus schallt zurück. Florian aus Siegen ist sechs Stunden nach Freiburg gefahren, um hier seine Erasmus-Freunde aus Island zu treffen. Gemeinsam zu Kaleo – perfekt für die Réunion. Die anderen kommen aus Wien und Graz und sind seit dem frühen Morgen unterwegs. Und dann kein Kaleo. Aber der 29-Jährige Florian, der selbst sieben Jahre in Freiburg studiert hat, im Libresso-Café jobbte und gerade hinter sich eine Stammkundin entdeckt hat ("die hat immer zwei Espresso am Tag getrunken!") findet, gelohnt hat es sich trotzdem.

7. Betrunken werden mit Mighty Oaks

Ian Hooper, der zwar in Seattle aufgewachsen ist, dessen Eltern aber beide Deutsch sprechen und der zum Studium nach München kam, erklärt: "Raise a Glass" beruht auf seinem Lieblingssprichwort aus Deutschland: "So jung kommen wir nicht mehr zusammen!" Und weil das so ist, sollen alle jedes Mal trinken, wenn er "Raise a Glass" singt. Cheers!

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