Das waren die 5 besten Momente bei In Extremo auf dem ZMF

Sédric Curic

Rock, Mittelalter, Pyro und ganz viel Sympathie: Das könnten wohl die Schlagwörter des Abends sein. In Extremo begeisterte das Publikum mit einer kurzweiligen Show aus mittelalterlichen Klängen, Trinkliedern, Rock, Metal und ganz viel Humor.



1. Wenn das Publikum zu einem Harfensolo mitsingt

Die Zuschauer sind zumeist junge Erwachsene oder älter – die Kinder wurden Zuhause gelassen. Das Zelt ist gerade einmal halb gefüllt, doch die Gäste sind eingefleischte In-Extremo-Fans und so wird die geringe Zuschauerzahl überspielt. Da wird mitgesungen, gesprungen, geklatscht und geschunkelt. Je nachdem, was gerade passt.

Es ist bekannt, dass das Publikum gerade bei Bands aus dem Rock-Bereich schon mal zu einem Gitarrensolo mitsingt. Seltener ist es jedoch, wenn das Publikum bei einem Harfensolo mitgrölt. Das Zelt bebt als Harfenspieler André Strugala, genannt "Py", das Intro zu "Vollmond" anstimmt. Eine Mischung aus Romantik und Vorfreude auf das gleich beginnende Stück.

2. Ist die Musik zu laut?

Auch ein langjähriger Musiker muss sich nicht im Bereich "Akustik in einem Zelt" auskennen. Kein Wunder, dass Frontmann Michael Rhein fragt, ob die Musik zu laut ist. Die Antwort des Publikums: "Zu leise". Wohl eher als Scherz gemeint. Tatsächlich ist die Musik gut abgestimmt. Allein die Knaller und Pyroeffekte sind abwegig laut. Mehrmals zuckt das Publikum vor Schreck zusammen.


3. Wenn Hi-Hats brennen

Zehn Flammendüsen, die nach oben sprühen, Knalleffekte, Konfettischlangen, Feuerwerk, brennender Bühnenboden und brennende Hi-Hats. Das Ganze vor einer Bühnenkulisse, die an eine Mischung aus Weinkeller und Saloon erinnert. Selten sieht man in einem Zelt so viel Pyrotechnik wie bei einem Auftritt einer Band, die sonst bei großen Metal-Festivals wie dem Wacken Open Air oder dem Summer Breeze in Dinkelsbühl auftritt. Bereits nach wenigen Minuten riecht es im Zelt wie kurz nach Silvester.

4. Ausziehen!

Schon kurz nach Beginn des Konzerts, nachdem die Pyrotechnik das erste Mal zeigte, was sie drauf hat, wird es merklich heißer im Zelt. "Wir versuchen, uns nicht zu sehr zu bewegen", sagt Frontmann Michael. Daraufhin skandiert das Publikum: "Ausziehen!". Nicht nur einmal, sondern nach jedem zweiten Stück – es ist der Running Gag des Abends. Die knappe Antwort des Frontmanns: "Das wollt ihr weder sehen noch riechen."

5. "Freiburg hat die beste Security"

Eine gute Mischung aus alten und neuen Liedern, Stücken zum Headbangen und Stücken zum Schunkeln, zum Tanzen im Reigen oder zum Springen in der Menge, bringt das Publikum ins Schwitzen. Die Security bringt zwar keinen Schnaps und kein Bier, wie von der Band und dem Publikum scherzhaft angefragt, sie verteilen aber kostenlos Wasser während des Konzerts.

Dafür gibt es Anerkennung von Michael Rhein und Applaus aus dem Publikum. Insgesamt scheinen alle – die Band, das Publikum und die Festival-Crew – auf einer Wellenlänge zu sein. Zum Geburtstag zweier Mitglieder von In Extremo, die Backstage agieren, singt das Freiburger Publikum zwei Mal Happy Birthday und zum Schluss verspricht die Band: "Wir kommen wieder".

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