Das Theater Freiburg hat Twitter entdeckt

Okan Bellikli

Ich twittere, also bin ich. Falls das stimmt, existiert das Freiburger Stadttheater erst seit Ende letzter Woche. Da veröffentlichte @theaterfreiburg nämlich seinen ersten Tweet: "Endlich zwitschern wir auch!" Wer, wie, was:



Früher war es so: Wollte man sich informieren, was im örtlichen Theater läuft, musste man sich einen Spielplan mitnehmen. Hinter die Kulissen zu schauen war schon schwieriger. Heute ist das anders. Jedes größere Theater hat eine eigene Website und vielleicht eine Facebook-Seite, auf der über das eigene Schaffen informiert wird. Das Theater Freiburg macht das auch und will seine Präsenz im Internet noch weiter verstärken, um mehr Leute zu erreichen. Ein erster Schritt dazu soll neben einem neuen Social-Media-Beauftragten der ein Twitter-Account des Theaters sein, der seit dem 24. Februar 2012 online ist: @TheaterFreiburg.


Man wolle die Internetpräsenz des Theaters jetzt anders pflegen, sagt Bettina Birk, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Dafür will man in Zukunft viel mehr mit Social Media machen, und dazu gehört auch Twitter. Genauso soll das hauseigene Blog verstärkt in die Öffentlichkeitsarbeit miteinbezogen werden. Hier sind etwa seit einiger Zeit Berichte und Fotos von Proben zu allerlei Stücken zu finden. Zudem ist geplant, sich mit anderen Theatern und Kulturportalen zusammenzuschließen, um der Bühnenkunst online mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Hier denke man im Moment über verschiedene Projekte nach, so Birk.

Schon jetzt gibt es aber eine internettechnische Neuerung am Theater: Georg Feitscher, 26, neuerdings Social-Media-Beauftragter in Teilzeit.

Georg hat gerade seinen Master in Neuerer Deutscher Literatur gemacht und ist jetzt dafür zuständig, dass der Onlineauftritt des Theaters aufpoliert wird. Er sagt, das solle auf verschiedenen Kanälen geschehen: Facebook, Twitter und einem Blog. „Das Theater will weg von einem rein passiv konsumierendem Publikum hin zu einem direkten Austausch; dass das Publikum selbst mitdiskutieren, mitgestalten kann, was im Theater passiert.“

Twitter soll an verschiedenen Stellen des Theaters als Kommunikationskanal genutzt werden, zum Beispiel bei der Suche nach Laierndarstellern und für Hinweise auf Diskussionen im Blog.

Das Ziel der Onlineoffensive ist es, das Theater mehr Leuten aus der Stadt näherzubringen als dem klassischen Publikum aus dem Bürgertum. Außerdem will man das Theater als Plattform für die Diskussion aktueller Probleme und Ereignisse etablieren.

Mehr dazu:

[Bild: Theater Freiburg / fudder]