Verborgene Theken

Das Thai-Restaurant Chang ist ans Basler Tor in der Unterwiehre gezogen

Andreas Meinzer

Das Chang ist umgezogen: Bereits im Dezember hatte das Restaurant in der Grünwälderstraße geschlossen. Nun hat es in der Merzhauser Straße in den ehemaligen Räumlichkeiten des Soom Pong wiedereröffnet.

Das Ambiente

Obwohl bisher kaum beworben, ist das Lokal am Tag der Eröffnung, dem 14. Februar, zur Mittagszeit schon ordentlich gefüllt: Das Chang, 2006 in der Grünwälder Straße mitten im Stadtzentrums Freiburgs eröffnet, hat eine große und treue Kundschaft, die es offensichtlich auch an den neuen Standort mitgenommen hat. Im ehemaligen "Soom Poong", das laotische Spezialitäten bot, wird nun thailändisch gekocht. Die frisch renovierten Räumlichkeiten bieten deutlich mehr Platz als die innenstädtischen in der Grünwälder Straße. Im rund 80 Quadratmeter großen Gastraum finden 40 Personen auf den Bambus-Stühlen und an den glasbedeckten Tischen mit Buddha-Holzschnitten Platz. In den wärmeren Monaten bietet die Terrasse zusätzlich etwa 20 Sitzgelegenheiten.

Durch die große, aufklappbare Fenster-Front dringt viel Licht in den Innenraum und erhellt die in schlichtem Ocker gehaltenen, noch weitgehend ungeschmückten Wände. Bald sollen hier noch, ergänzend zu einigen antiken Möbelstücken, ein paar schöne Bilder hängen, wie Betreiber Prapan Jaruchat erzählt.

Die Geschichte der Betreiber

Zusammen mit seiner Frau Sumontha (45) betreibt der 49-Jährige die Thai-Küche. Anfang der 90er Jahre lernten sich die beiden, die aus dem Norden Thailands kommen, in Berlin kennen und lieben. Prapan kam wenige Monate vor dem Mauerfall in die Hauptstadt und arbeitete dort zuerst auf dem Bau und später als Tellerwäscher, bis er das Kochhandwerk lernte. Sumontha, als Kellnerin gestartet, betrieb später einige Jahre ein kleines Thai-Lokal in Pankow. 2005 kamen sie nach Freiburg und machten sich hier mit dem Chang (zu Deutsch: Elefant) selbständig. Aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen ihnen und ihrem Verpächter wurde ihr Pachtvertrag gekündigt und der Umzug nötig.
Die Karte

Das Speisenangebot im neuen Chang ist altbewährt und zeitlos lecker – wie es die Stammkundschaft zu schätzen weiß und sicherlich neues Publikum überzeugen wird: Curry-Gerichte in gelb, grün und rot; verschiedene Fleischsorten mit Gemüse, Morcheln, frischen Kräutern oder Zitronengras; gebratener Reis, Glas- und Reisnudel-Spezialitäten sowie Suppengerichte mit Kokosmilch. Alles preislich zwischen 7,50 Euro und 11 Euro (Gerichte mit Meeresfrüchten) auf der regulären Karte.

Von Montag bis Samstag zwischen 12 und 14.30 Uhr gibt es einen Mittagstisch. Hier reicht die Preisspanne von 5,90 Euro (Gebratener Reis mit Hühnerfleisch, Ei und Gemüse) bis 7,30 Euro (Rotes Curry mit Garnelen). Zu all dem empfiehlt sich der Chadamyam, eine thailändische Eistee-Spezialität mit Zucker und Zitrone (0,4 L für 4,10 Euro). Oder – um die Schärfe der Currys abzumildern – einer der hausgemachten Lassis in den Geschmacksrichtungen Mango, Erdbeer oder Kokos (0,4 L für 3,50 Euro).

Als Alternative zu Ganter-Bier gibt es zwei thailändische Biere: Das in Thailand produzierte Chang-Bier, ein mit Reis hergestelltes Lager, sowie das leicht herbere Singh, gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot und in Bayern abgefüllt. Beide in der 0,33L-Flasche für 3,30 Euro. Wer es heiß mag, trinkt den thailändischen Siam-Tee (3,10 Euro).

Öffnungszeiten

Mo-So 12-15 Uhr u. 17-22 Uhr
Mittagspause: 15-17 Uhr

Adresse

Chang Thaiküche
Merzhauser Straße 14
79100 Freiburg

Tel.: 0761 / 1379684


Anfahrt

Mit der Straßenbahnlinie 3 (Vauban/Haidt) bis Weddigenstraße. Die Tram hält quasi vor der Tür.



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