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Das sind unsere Highlights aus dem Herbstprogramm des Literaturhauses

Anika Maldacker

Swiss Style, 33. Literaturgespräche und Lesungen, die Überraschungen versprechen: Das Literaturhaus startet aus der Sommerpause mit Schweizer Plakatkunst und frischer Literatur in den Herbst. Wir stellen unsere 8 Highlights vor.

Poesie im Weltformat: 15. bis 27. September

Ein Berg aus Plakaten, der verschoben und angeordnet werden darf nach Gusto: Im Saal des Literaturhauses in der Bertoldstraße beginnt ab diesen Sonntag die Pop-up-Ausstellung zur Schweizer Schriftkunst. Zehn Tage lang beschäftigt sich die Ausstellung mit Schrift und Kunst – der Eintritt ist frei. Das Besondere: Die von Katharina Knüppel vom Literaturhaus kuratierte und von Szenograf Jens Burde inszenierte Ausstellung darf, beziehungsweise soll ausdrücklich von Besucherinnen und Besuchern umgeschichtet werden, kann mit Schlagwörtern neu versehen werden. "Bei der Ausstellung sollen die Gäste in Dialog treten", sagt Jens Burde.

"Poesie im Weltformat" setzt sich mit dem Schweizer Typo-Plakat und dem Swiss Style auseinander. "Alle Plakate spielen mit Schrift und Lesbarkeit", sagt Katharina Knüppel. Die Plakate hat das Literaturhaus-Team im Juli selbst auf Karton geklebt. Die Ausstellung ist gleichzeitig Auktion: Wem eines der Plakate gefällt, kann dafür ein Gebot abgeben.
Was: Ausstellung "Poesie im Weltformat"
Wann: 15. bis 27. September
Wo: Literaturhaus Freiburg
Vernissage: Sonntag, 15. September, 14 bis 20 Uhr, mit Vorträgen, Freileser-Kiosk, mobiler Siebdruckwerkstatt und Raclette und Toblerone-Eis.

Raoul Schrott: Eine Geschichte des Windes

Als Ferdinand Magellan 1519 um die Welt segelte, war auch Hannes aus Aachen dabei. Als Kanonier fuhr er mit dem Portugiesen zu den Gewürzinseln – und war einer der 18 einzigen Überlebenden, die wieder nach Europa zurückkehrten. Er ertrug Meuterei, Stürme, Schiffbrüche und Kannibalen – und umsegelte die Welt anschließend noch zwei weitere Male. In "Eine Geschichte des Windes" erzählt Raoul Schrott aus diesem Abenteurerleben, im Literaturhaus liest er aus seinem Werk.
Was: Lesung mit Raoul Schrott: Eine Geschichte des Windes
Wann: 4. Oktober 2019
Wo: Literaturhaus
Eintritt: 9/6 Euro

Lirum Larum Lesefest: 6. Oktober

Beim Lirum Larum Lesefest geht es dieses Mal unter anderem nach Frankreich: Ihr Übersetzer Matthias Wieland stellt die Kinder-Comic-Reihe "Ariol" vor. Der kleine, blaue Esel Ariol ist mal schüchtern, dann waghalsig und stets sind seine Freunde, ein Schwein, ein Hund und ein Hahn dabei. Die Autoren Emmanuel Guibert und Marc Boutavant erzählen von den Höhen und Tiefen, die wir alle mal durchleben. Anschließend geht es im Riso Club Junior um die Entstehung eines Comics.
Was: Lirum Larum Lesefest (ab 6 Jahren)
Wann: 6. Oktober, 15 bis 18 Uhr
Wo: Literaturhaus

Eintritt: frei

Elfriede Jelinek: Hommage an eine Wütende: 11. Oktober

In Elfriede Jelineks Werk ist die Wut allgegenwärtig. Ob "Wut", "Gier", "Neid" – Jelinek provoziert und schafft wütend weiter: Denn aus der deutschsprachigen Schriftstellerin sprudelt die Literatur immer noch munter hervor. Das Literaturhaus würdigt die Grande Dame des deutschsprachigen Theaters mit einem Streifzug durch ihr Werk, den Schauspielerinnen und Schauspieler des Theater Freiburgs vollziehen. Eine Woche später feiert "Wut" am Theater Freiburg Premiere.
Was: Elfriede Jelinek: Hommage an eine Wütende
Wann: 11. Oktober
Wo: Literaturhaus

Eintritt: 9/6 Euro

Freiburger Literaturgespräche: 7. bis 10. November

Das Freiburger Literaturgespräch geht in die 33. Runde, das Motto: "Auf dem Seil". Die Eröffnung hält Büchner-Preisträgerin Terézia Mora im Rathaus. Neben diversen Lesungen, unter anderem mit Akustik-Pop-Begleitung, wird es auch wieder eine Schreibwerkstatt für Studierende geben, ein Angebot für Schülerinnen und Schüler sowie für das ganz junge Publikum. Wie auch bei der Frankfurter Buchmesse liegt ein thematischer Schwerpunkt auf Norwegen. Es lesen unter anderem Barabara Zeman, Karen Köhler, Sandra Burkhardt, Katerina Poladjan oder Dzevad Karahasan. Das Programm liegt ab Anfang Oktober aus.
Was: 33. Freiburger Literaturgespräche
Wann: 7. bis 10. November
Wo: Literaturhaus

Zwischen/Miete: 12. November

Literatur lauschen und eine fremde Wohnung kennenlernen: Das ist Zwischen/miete. Im November liest die aus Österreich stammende Angela Lehner, die heute in Berlin lebt, aus ihrem Debüt "Vater Unser". Dort führt uns Erzählerin Eva in die Psychiatrie des Otto-Wagner-Spitals.
Was: Zwischen/Miete: Angela Lehner
Wann: 12. November, 20 Uhr
Wo: eine junge WG in Freiburg, Infos auf Facebook

Eintritt: 5 Euro

Peter Stamm: Marcia aus Vermont: 18. Dezember

Peter Stamm kennen viele wegen seines Werks "Agnes", das Schülerinnen und Schüler durchs Abi verfolgte. Im Literaturhaus wird Peter Stamm seine Weihnachtsgeschichte "Marcia aus Vermont" vorstellen – und zwar in voller Länge. 80 Seiten in 2 Stunden.
Was: Lesung mit Peter Stamm: Marcia aus Vermont
Wann: 18. Dezember, 19.30 Uhr
Wo: Literaturhaus

Eintritt: 9/6 Euro

Lyrik ist Happening: Felix Schiller

Die Dresdner Reihe "Lyrik ist Happening" ist ein Hybrid aus Dichtung und Klangkunst. In Freiburg übernimmt der Südufer-Chor, begleitet vom Munka Klangkollektiv, die musikalische Untermalung. Die flämische Performance-Dichterin Maud Vanhauwaert tritt am 24. Oktober im E-Werk auf, das Finale der Reihe übernimmt Felix Schiller am 12. Dezember im Literaturhaus.
Was: Lyrik ist Happening: Felix Schiller
Wann: 12. Dezember, 19.30 Uhr
Wo: Literaturhaus
Eintritt: 9/6 Euro

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