Das sind die Vor- und Nachteile, wenn man auf eine Mädchenschule geht

Dana Halblaub

Eine Schule ohne Jungs? Für die meisten unvorstellbar, für andere ganz normal. Vom Sportunterricht bis zum Zickenkrieg: fudders Bogy-Praktikantin Dana hat die Vor- und Nachteile eines Schulalltags ohne Jungs gesammelt.

Nachteile

1. Langeweile

Ein paar dumme Kommentare hier, ein Flachwitz da. Hört sich echt nervig an, doch ganz ohne die dummen Einlagen der Jungs im Unterricht kann es doch schon mal ganz schön fad werden. Natürlich können Mädchen auch ziemlich lustig sein, allerdings ist es mit Jungs in der Klasse dann doch amüsanter.



2. Wo lernt man Jungs kennen?

Angenommen, man wohnt in einem kleinen Dorf außerhalb der Stadt, man ist in keinem Verein und bei seinem Hobby lernt man auch keine Jungs kennen. Die Jungs aus dem Heimatdorf sind alle auf anderen Schulen und haben dort neue Freunde gefunden oder man versteht sich einfach nicht mit ihnen. In so einer Situation kann es manchmal schon ganz schön brenzlig werden an einer Mädchenschule ...



3. Zickenterror

20 bis 30 Mädchen in einer Klasse? Da ist Zickenkrieg doch schon voraus zu sehen. Innerhalb kürzester Zeit bilden sich in einer neu zusammengestellten Klasse Gruppen. Da gibt es die Ökos, die Streber, die "Unsichtbaren" und natürlich allen voran die Zicken – oder auch Tussis genannt. Egal, wie gut man sich untereinander versteht, irgendwann kommt es immer zu Streit. Besonders die Zicken sind sehr schwer zu bremsen, wenn sie einmal richtig losgelegt haben. Da fehlt schon ab und zu mal ein Junge, der auf den Tisch haut und sagt: "Jetzt reicht's".




4. Fehlende Erfahrung

Egal, wie lange man Zeit auf einer Mädchenschule verbringt, spätestens im späteren Berufsleben wird man mit dem anderen Geschlecht konfrontiert. Wer sich dann zu sehr einschüchtern lässt von der Autorität der Männer, hat erstmal am kürzeren Faden gezogen.



5. Vorurteile

"Auf einer Mädchenschule sind eh nur Zicken!", "Fühlt ihr euch als etwas Besseres, nur weil ihr auf ner Mädchenschule seid?" Solche schnippischen Kommentare bekommen die meisten Mädchen von nicht gemischten Schulen zu hören. Diese Vorurteile können einem auf Dauer echt auf die Nerven gehen.



Vorteile

1. Konzentration

Man findet den Jungen auf dem Sitzplatz total süß und möchte ihn am liebsten den ganzen Tag nur anschauen? Nur blöd, dass es da noch die Lehrer gibt, die dann auch noch Unterricht machen wollen. Auf einer Mädchenschule existiert diese Gefahr nicht. Es gibt keine verführerischen Jungs, die einen vom Unterricht ablenken könnten.



2. Lernfortschritt

Gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern fällt es Mädchen in einer gemischten Schule oft schwer herauszustechen, da die Jungs in diesen Fächern meist leistungsstärker sind. Die Schülerinnen einer Mädchenschule haben da natürlich deutlich mehr Chancen aufzufallen und bei den Lehrern zu punkten.



3. Styling

Morgens eine Stunde vor dem Kleiderschrank stehen und passende Kleidung raussuchen? Zwei Stunden vor dem Spiegel verbringen, um zu checken, ob Haare und Make-Up richtig sitzen? Diese Probleme haben alle Mädels auf gemischten Schulen. Wenn man auf eine Mädchenschule geht, muss man an sowas nicht mehr denken. Niemanden interessiert es, ob man geschminkt oder ungeschminkt ist, wie ein Model oder ein Penner aussieht. Hier muss man sich vor niemandem beweisen.



4. Redeangst

Jeder kennt diese Situation: Der Lehrer stellt eine Frage und man könnte sich jetzt melden und darauf antworten, ist sich aber nicht zu 100 Prozent sicher, ob die Aussage stimmt. Meldet man sich nun oder nicht? Prinzipiell würden die meisten diese Frage mit "Ja" beantworten. Unter Mädchen besteht eine geringere Gefahr, ausgelacht zu werden. So überwindet man schneller seine Redeangst.



5. Der Sportunterricht

Zehn Minutenläufe, Hoch- und Weitsprungnoten, Volleyball- und Basketballnoten – der Albtraum fast jeder Schülerin. An einigen Schulen wird der Sportunterricht gemeinsam abgehalten, an manchen getrennt. Gerade Mädchen leiden sehr darunter, wenn sie nicht die Sportlichsten sind und vielleicht nur acht statt zehn Minuten am Stück laufen können. An einer Mädchenschule misst man sich nicht mit Jungs – ein großer Vorteil.



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