Freiburg

Das sind die besten Attraktionen auf der Frühjahrsmess’

Sandra Hennig

Der originellste Imbiss, das wildeste Fahrgeschäft, der höchste Kalorienverbrauch: Wir haben die Highlights der Freiburger Frühjahrsmess’ ausprobiert. Zu den Tipps:

Seit Freitagnachmittag flackern abertausende bunte Lichter auf dem Messegelände, die Menschen tummeln sich zwischen Lebkuchenherzen, Geisterbahn und Kinderkarussells über die Frühjahrsmess’. Noch eine Woche lang lockt der Rummel und hat einige Superlative im Angebot:


Der originellste Imbiss
Maiskolben, Würstchen und Pizza kennt man auf den Volksfesten der Republik. Auf der Frühjahrsmess’ findet man hingegen etwas, das Naschkatzen genauso satt macht, wie alle, die es lieber deftig mögen: Langos. Die ungarische Spezialität ist ein ausgebackener Fladen – fast wie ein Krapfen – der am Ende süß oder salzig belegt werden kann.

Magdalena Steiger freute sich riesig über das doch eher untypische Angebot und erklärte auch, weshalb: "Ich wurde in Ungarn geboren, meine Mutter hat das oft gemacht", erzählt die 74-Jährige – seitdem habe sie kaum noch Langos gegessen. Den Klassiker mit Knoblauch gibt es für 4 Euro, wer ihn lieber mit Sauerrahm und Käse isst, muss noch 50 Cent drauflegen.

Die schönste Aussicht
Es ist der Dauerbrenner, sein Geld aber immer wieder wert: das Riesenrad. Den sensationellen Blick über die Mess’ und einen Teil der Stadt sollte man sich nicht entgehen lassen. Wer Glück hat, steht bei Sonnenuntergang ganz oben, in gut 40 Metern Höhe – dann ist alles in warmes, orangefarbenes Licht getaucht, der Lärm des Rummels entfernt und der rote Ball verschwindet langsam hinter dem Mooswald. In der Nacht erstrahlt das Riesenrad "Juwel" in vollem Glanz: LED-Lichtleisten mit circa 10 000 Brennstellen sorgen dann für eine echte Lichtshow. Ob verschiedenfarbige Lauflichter oder ein Herz, das in der Mitte des Riesenrads sogar rotiert – es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen.

Das wildeste Fahrgeschäft
Nur wenige Meter vom Riesenrad entfernt hört man schon die wohl lautesten Schreie, die heisersten Stimmen und sieht die verwehtesten Frisuren. Der "Devil Rock" hat rein optisch etwas von einem Oktopus: Sechs Arme, die in jeweils zwei Gondeln enden, in denen insgesamt sechs Personen Platz nehmen können. Klingt unspektakulär – ist es aber nicht, denn der Devil Rock hält, was sein Name verspricht: einen teuflischen Ritt.

Die Plattform dreht sich im Kreis, gleichzeitig steigen die Arme auf und ab, während sich die Gondeln rasant um die eigene Achse hin und her drehen. Wer hart im Nehmen ist und die Welt gerne einmal auf dem Kopf sieht, ist hier goldrichtig. Wer körperlich doch lieber in der Horizontalen bleibt, dafür auf Geschwindigkeit steht, sollte "Breakdance" nicht auslassen: hohes Tempo und schnelle Kurven sorgen für Fahrspaß.

Der höchste Kalorienverbrauch
Auf dem Jahrmarkt kann man mehr Kalorien zu sich nehmen, als verbrennen. Für Kinder gibt es aber eine Möglichkeit, sich auszupowern – im "Splash Ball" von Schausteller Ewald Roos. Kinder und Jugendliche von drei bis 14 Jahren mit höchstens 60 Kilo Gewicht können in eine Plastikblase einsteigen, die im Wasser schwimmt. Der zehnjährige Noah sieht in der ersten seiner fünf Minuten mehr aus wie ein Hamster im Rad – "es macht aber super viel Spaß", meint er.

Der größte Nostalgiefaktor
Kein Festplatz ohne Kettenkarussell! Wer die Kinder und Erwachsenen mit lachenden Gesichtern und baumelnden Beinen durch die Luft fliegen sieht, würde am liebsten selbst mitfahren. Für Nostalgie ist auf der Frühjahrsmess’ auch anderweitig reichlich Platz: Ob beim Dosenwerfen oder Enten angeln – es gibt Mittel und Wege, die eigene Kindheit aufleben zu lassen.

Messezeiten: 14 bis 23 Uhr, Mittwoch, Freitag und Samstag sowie Abschlussmontag bis 24 Uhr. Donnerstag (Christi Himmelfahrt) und Sonntag ab 11 Uhr.
Abschlussfeuerwerk: Montag, 29. Mai, circa 22.30 Uhr.

Weitere Informationen unter http://www.freiburgermess.freiburg.de