Das Semesterticket wird teurer

Carolin Buchheim

Das Semesterticket für Studenten der Freiburger Hochschulen wird im kommenden Semester um 6€ teurer; Eine Preiserhöhung von rund 9,5 Prozent. fudder hat beim Regioverkehrsverbund nachgefragt, woran das liegt, und ob es im kommenden Jahr eine Sonderregelung für Fahrten zwischen der Innenstadt und der Exil-UB in die Stadthalle geben wird.



500€ Studiengebühren, 65€ Studentenwerk, 40€ Verwaltungsbeitrag: Das sind die Fixkosten für ein Semester Studium in Freiburg.


Im Sommersemester erwirbt rund die Hälfte aller Freiburger Studierenden zusätzlich ein Semesterticket, im Wintersemester sogar rund 75 Prozent. Der Preis dieses Semestertickets wird zum kommenden Wintersemester von 63€ auf 69€ angehoben, eine Steigerung um rund 9,5 Prozent. "Mit der Preissteigerung des Semestertickets passen wir den Preis an das geänderte Tarifsystem an", erklärt Anna Mangos, Leiterin der Geschäftsstelle des Regioverkehrsverband (RVF), der das Semesterticket mit dem Studentenwerk ausgehandelt hat. "Die letzte Preiserhöhung des Semestertickets ist bereits zwei Jahre her." Seitdem seien sowohl die Preise der Regiokarten als auch der Einzeltickets erhöht worden.

"Sechs Euro mehr machen, auf den Monat umgerechnet, gerade einmal einen Euro aus", erklärt Mangos. "Genau dieser Preiserhöhung mussten wir auch die Regiokarten unterziehen. Bei einem Semesterticket wirkt sowas natürlich gleich anders. Die Preiserhöhung, die die Studierenden abbekommen, haben alle Monatskartenbesitzer."

Hermann J. Schmeh
vom u-Asta Vorstand sieht die Notwendigkeit der Anpassung des Semestertickets an das sonstige Tarifkonzept des RVF, ist aber nicht zufrieden damit. "Der Wermutstropfen des Ganzen ist, dass bei den aktuellen Verhandlungen des Studentenwerks mit dem RVF über das Semesterticket die Situation während des UB-Umbaus nicht mitverhandelt wurde."

Der Umzug der UB in die Stadthalle soll in der vorlesungsfreien Zeit am Ende des Wintersemester 2007/2008 beginnen; Dann werden mehr Studenten als zuvor zwischen den Haltestellen Stadttheater und Stadthalle die Linie 1 benutzen.

Der RVF teilte dem u-Asta bereits im August mit, dass eine Sonderregelung für die Studenten wie zum Beispiel eine grundsätzlich kostenlose Fahrt in der Linie 1 zwischen diesen Stationen oder ein sogenanntes "kleines Semester-Ticket" ausschließlich für diese Strecke für den RVF nicht in Frage kommen.

Anna Mangos sieht den RVF in der Angelegenheit nicht mehr gefordert. "Das ist jetzt eine Angelegenheit zwischen der VAG als betroffene Verkehrsgesellschaft und dem Studentenwerk."

"Im Moment wissen wir nicht, was wir da noch machen sollen, weil man da auf eine Mauer stößt", sagt Hermann J. Schmeh, und fügt, ohne Zynismus, hinzu. "Aber wir sind froh, dass es das Semesterticket gibt."

Das Semesterticket gibt es in Freiburg erst seit dem Wintersemester 2000/2001. Jahrelange Bemühungen von Seiten der Studierenden waren dem Start vorrausgegangen.

Mehr dazu:

[Vielen Dank an fudder-User Martin, der uns auf die Preiserhöhung aufmerksam gemacht hat.]