Das perlt aber heut wieder

Lorenz Bockisch

Schon gewusst, dass alkoholische Frischgetränke nicht freiwillig ihre Kohlensäure freigeben? Die Hersteller von Trinkgefäßen, wie etwa Sektgläsern und Bierseideln rüsten ihre Produkte mit Spezial-Equipment aus, damit das Getränk später richtig schäumt.

Im Sekt ist das Kohlendioxid unter Druck gelöst und sprudelt nicht so ohne weiteres heraus. Deshalb befindet sich in Sekt- und auch in Champagnergläsern am Boden eine kleine aufgerauhte Stelle, der Moussierpunkt. Dieser ermöglicht die Kavitation, also die Bildung kleiner Bläschen des gelösten Gases. Ohne Mossierpunkt würde Sekt fast völlig ruhig dastehen.
Das gleiche Prinzip findet man in Biergläsern, deren Boden ein wenig aufgeraut ist. Manche Firmen nutzen das, um denen, die zu tief ins Glas schauen, etwas zu zeigen: Eine große Brauerei mit F von Down Under zum Beispiel graviert den Umriss Australiens in den Boden der eigenen Gläser.