Das Kommunale Kino zeigt den Flüchtlings-Film "Die Piroge"

Yannic Katlewski

Am Donnerstag beginnen die Respekttage Freiburg. Los geht's mit dem Film "Die Piroge" des Regisseurs Moussa Touré. Der Film gibt Einblick in das gefährliche Unterfangen, mit dem Boot über das Meer zu kommen:



Das Kommunale Kino Freiburg zeigt am Donnerstag um 19 Uhr 30 im Rahmen der Respekttage Freiburg den Film "La Pirogue – Die Piroge" (Sengal/Frankreich 2012) des senegalischen Regisseurs Moussa Touré. Der in Kooperation mit dem senegalischen Verein "Ressortissants Sénégalais de Freiburg e.V." entstandene Film beleuchtet die Hintergründe einer Gruppe afrikanischer Männer, die den Atlantik Richtung Europa überqueren wollen.


Von einem Küstenort soll es mit einer kleinen Piroge nach Spanien gehen, wo die Männer sich ein besseres Leben erhoffen.

Der Film gibt Einblick in ein Thema, das wir hier oft nur aus den Medien kennen und zeichnet ein sehr direktes Bild individueller Schicksale und deren Beweggründe. Da der Film größten Teils auf der Piroge gedreht wurde, bietet er einen sehr persönlichen Eindruck der tragischen Realität dessen, was sich immer noch tagtäglich auf den Meeren abspielt.

Ausgezeichnet wurde der Film beim Filmfestival München 2013 als "Bester Internationaler Film", dem Hauptpreis des Festivals. Im Anschluss gibt es die Einladung zu einem offenen Gespräch in der Galerie des Kokis (Kommunales Kino Freiburg, Urachstraße 40) mit landestypischen Snacks und Getränken. Kommen darf jeder, der interessiert ist.

Am Freitag, 17. Juni, gibt es eine Podiumsdiskussion mit arabischer Übersetzung. Auf dem Podium sitzen unter anderem die Politologin Bilgin Ayata von der Universität Basel und Talaat Alhabi, Vertreter der selbstorganisierten Flüchtlinge. Moderiert wird die Diskussion vom Literaturwissenschaftler Gerhard Spaney von der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Danach wird das Fastenbrechen in der Galerie mit Live-Musik der syrischen Künstlegruppe Autar Sharkia mit traditioneller arabischer Musik und einer Gedichtrezitation zelebriert.

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[Foto: dpa picture alliance]