Das Kommunale Kino zeigt den Film "Layla M.", bei dem es um eine IS-Aussteigerin geht

Jack Antty

Der Film "Layla M." erzählt die Geschichte eines radikalisierten Mädchens, dass sich dem IS anschließt, aber nach Problemen nach Europa zurück kehrt. Am kommenden Freitag gibt es eine Vorstellung mit anschließender Präsentation einer Schülerin.

Drehbuchautor Jan Eilander und Regisseur Mijke Jong erzählen in ihrem Film die Geschichte der jungen Layla. Sie ist ein 18-jähriges Mädchen mit marokkanischer Herkunft, doch geboren und aufgewachsen in Amsterdam. Sie ist klug und lebendig, aber oftmals auch launisch und dickköpfig.


Als Muslimin erlebt sie selbst den Argwohn gegenüber Bart und Kopftuch. Sie versucht ihre Frustration zu bewältigen, in dem sie ihren Glauben stärkt und tritt deshalb einer muslimischen Gruppe bei.

Layla und ihr Bruder kommen in den Knast

Layla erstellt Flyer, dreht Filme und veröffentlicht sie im Internet, um die islamische Freiheit zu verteidigen. Während sie von dem Horror und den Grausamkeiten weit weg in Syrien und Gaza berichtet, lernt sie jemanden in ihrer Nähe kennen – Abdel, ein charismatischer junger Mann.

Die Polizei bleibt nicht untätig und so sitzen Layla und ihr Bruder bald in einer Zelle. Ein größeres Problem stellt für sie jedoch das Gespräch mit ihren Eltern dar, denn sie fühlt sich von ihnen nicht verstanden. Zusammen mit Abdel läuft sie davon und heiratet ihn schließlich.

Bald erkennt Layla, dass sie nicht beim IS bleiben will

Die beiden Verliebten sammeln Geld für Wohltätige Zwecke, doch werden bald von der belgischen Polizei bedrängt und fliehen – in Richtung mittleren Osten ins Gebiet des Islamischen Staats. Zunächst ist diese Welt ein guter Nährboden für ihre Ideen, doch bald erkennt sie, dass sie auch hier nicht bleiben kann.

In Europa stellen sich für solche Heimkehrer wie Layla viele Fragen: Was passiert jetzt? Was würde mit ihr hier in Deutschland passieren? Wie soll mit IS-Rückkehrerinnen umgegangen werden und was für Perspektiven haben solche Mädchen beziehungsweise Frauen? Anschließend an den Film beschäftigt sich die Präsentation der Kursstufenschülerin Lara Hunn des St. Ursula Gymnasium Freiburg mit diesen Fragen.
Was: Film "Layla M." und anschließende Präsentation
Wann: Freitag, 13. Juli 2018, 17:30 Uhr
Wo: Kommunales Kino Freiburg
Eintritt: 7 Euro (Ermäßigt: 5 Euro)