Indie-Pop

Das kleine Einmaleins zum Festival Between the Beats in Lörrach

Willi Adam

Was bedeutet das Festival Between the Beats für den Burghof und für die Stadt? Das erklärt der Sprecher und Programmverantwortliche Jan Obri.

Musikalisch vielseitig, auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet und immer mit einer zusätzlichen Farbe für die sonstige Burghof-Palette – das kennzeichnet das Festival "Between the Beats". Am Freitag und Samstag geht die zweitägige Veranstaltung im Burghof und im Alten Wasserwerk über die Bühne. Der bekannteste Name ist Judith Holofernes. Dazu gibt es jede Menge an Entdeckungen. Der Burghof-Pressesprecher und Programmverantwortliche Jan Obri erklärt das kleine Einmaleins von "Between the Beats".


BZ: Welche Idee steckt hinter "Between the Beats"?
Obri: Between the Beats ist die Heimat für populäre Musik abseits des Mainstreams. Mit viel Herzblut und in liebevoller Recherchearbeit wird jährlich ein besonderes Festival-Line Up zusammengestellt, bei dem musikalische Vielfalt und Qualität im Mittelpunkt stehen.

BZ: An wen richtet sich "Between the Beats"?
Obri: An alle Musikinteressierte. Außerdem auch an diejenigen, die gerne Neues entdecken wollen.



BZ: Woher kommen die Besucher?
Obri: Von Freiburg über Lörrach, Basel bis Zürich.

BZ: Wie reiht sich dieses Mini-Festival ins Burghof-Portfolio mit "Stimmen" und "Saisonprogramm" ein?
Obri: Größere und mehrtägige Veranstaltungen wie "Between the Beats" oder die Kinderbuchmesse nehmen im Saisonprogramm des Burghofs natürlich einen besonderen Stellenwert ein. Mit Bezug auf "Stimmen" kann man sagen, dass "Between the Beats" die Festivalsaison in Lörrach einleitet.
BZ: Lassen sich die Bands einem bestimmten Stil zuordnen?
Obri: Vereinzelt vielleicht. Neufundland, Gurr, Judith Holofernes – das ist alles die ähnliche Indie-Deutschrock-Schule. Einen vergleichbaren Stil haben auch Ten Fé oder Brothers of Santa Claus mit ihrem Singer/Songwriter-Softrock.

BZ: Muss man alle Bands kennen?
Obri: Sicherlich nicht. Es sind aber viele Entdeckungen dabei, die man nach ihrem Auftritt in Lörrach so schnell bestimmt nicht wieder vergessen wird.

BZ: Wie viel Erwartung, wie viel Offenheit muss das Publikum mitbringen?
Obri: Ich denke, die Offenheit ist größtenteils von vorneherein gegeben, wenn ich mir ein Ticket für "Between the Beats" kaufe. Schließlich hat man es mit vielen neuen, teilweise unbekannten Bands zu tun. Die Erwartungen dürfen aber ruhig hoch sein. Wir haben uns bei der Auswahl der Künstler viel Mühe gegeben und sind qualitativ von allen überzeugt.

BZ: Warum arbeitet der Burghof bei "Between the Beats" mit dem Alten Wasserwerk zusammen?
Obri: Das Alte Wasserwerk bietet eine authentische Clubatmosphäre, die "Between the Beats" gut zu Gesicht steht. Außerdem ermöglicht der zweite Spielort noch mehr musikalische Vielfalt.
BZ: Nach welchen Kriterien werden die Bands zwischen Burghof und Wasserwerk aufgeteilt?
Obri: Das sind teilweise praktische Gründe, wie die Größe der Besetzung einer Band oder der technische Aufwand für Licht und Ton. Fürs Wasserwerk spricht unter anderem auch der subkulturelle Einschlag – Bands wie "Fuck Art, Let’s Dance" fühlen sich dort bestimmt sehr wohl.

BZ: Was bringt die Kooperation mit dem Alten Wasserwerk darüber hinaus?
Obri: Das Alte Wasserwerk gibt uns die Möglichkeit der noch intensiveren Verwurzelung mit dem Standort Lörrach. Außerdem stärkt diese Kooperation die Marke des Festivals und sein gutes Konzept, mehr hochwertige populäre Musik abseits des Mainstreams in die Region bringen zu wollen.

BZ: Bei "Between the Beats" überrascht der Burghof oft mit ganz besonderen Effekten. Wie ist das Raumkonzept des Burghofs an diesen Abenden?
Obri: Das wird wieder eine Überraschung. Aus unseren Plakaten lässt sich aber vielleicht ein Fokus auf Screens und Bildschirmwelten ableiten.

BZ: Was kostet der Spaß?
Tagestickets kosten 29 Euro. Zwei-Tages-Tickets 53 Euro und ein Einzelticket fürs Alte Wasserwerk gibt es für zehn Euro.

BZ: Was ist, wenn man sich nur für einzelne Konzerte interessiert?
Obri: Das ist wirklich kein Problem. Für Judith Holofernes oder Maeckes würde man für Einzelkonzerte sicherlich auch 29 Euro bezahlen müssen. Bei uns gibt es zu diesem Preis jeweils noch drei Konzerte on Top. Das ist doch fantastisch. Und es lohnt sich außerdem, so viele Bands wie möglich in diesem intimen Rahmen anzuschauen.

BZ: Was sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen?
Obri: Garden City Movement mit ihrem urbanen hymnischen Elektro-Pop und Ten Fé mit ihrem Herzschmerz-Indie-Soft-Rock.
Zur Person

Jan Obri (36) ist Programmverantwortlicher des Between the Beats-Festivals und Pressesprecher des Burghofs Lörrach.

Termine

Freitag, 23. März ab 20 Uhr: Garden City Movement, Neufundland, Gurr, Judith Holofernes (alle Burghof). Samstag, 24. März, ab 20 Uhr: Ten Fé, Maeckes (beide Burghof); ab 23.15 Uhr: Brothers of Santa Claus, Fuck Art – Let’s Dance(beide Altes Wasserwerk). Vorverkauf beim BZ-Karten-Service (bz-ticket.de/kartenoder Tel. 0761 / 496-8888) und bei allen BZ-Geschäftsstellen.

Die BZ startet einen Podcast

Die BZ wagt etwas Neues und startet einen Podcast. Die erste Folge dreht sich um Between the Beats. Es warten dort Künstler-Interviews und weitere Infos online unter: mehr.bz/dreilandaufsohr