Denkmal

Das Holbeinpferd mit seiner vorerst letzten Bemalung

Jonathan Janz

Ab Mittwoch wird das Denkmal an der Holbeinstraße von seinen unzähligen Farbschichten befreit. Mit seiner vorerst letzten Bemalung sprechen sich die anonymen Künstler für die Bebauung des Dietenbachgeländes aus.

Die neue, gelbe Farbe des Holbeinpferdes erinnert entfernt an die der amtlichen Stimmzettel des bevorstehenden Bürgerentscheids.


Auf dem Körper des Pferdes ist passend dazu das klare Statement der anonymen Künstler zu lesen: "Nein". Die Maler sprechen sich also eindeutig für die Bebauung des Dietenbachs aus. Damit auch niemand vergisst zu wählen, ist das Datum des anstehenden Bürgerentscheids gleich auf beiden Seiten des Pferdes, am hinteren rechten Bein sowie auf dem Sockel, zu lesen.

Die lilafarbenen Ohren gleichen noch der vorigen Bemalung. Auch der zuvor schwarze Korpus scheint noch leicht unter dem gelb hervor. Tritt man etwas näher an das Wahrzeichen heran, sieht man, wie die Farbe bröckelt – es wird Zeit für eine Diät. Ab Mittwoch wird das Holbeinpferd in einer Steinmetzwerkstatt von seinen unzähligen Farbschichten befreit.

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