Wiehre

Das Holbeinpferd bekennt Farbe: Heute für den Klimastreik

Annika Vogelbacher

Auf künstlerisch einmalige Art und Weise verarbeitet das Pferd die Folgen des Klimawandels und fordert Passantinnen und Passanten dazu auf, sich der Fridays-for- Future-Bewegung anzuschließen.

Dass das Holbeinpferd politisch ist, ist bekannt. Auch heute bekennt es wieder Farbe: Grün. Auf seinem Körper, der grün bemalt ist, steht "29. 11. Klimastreik" geschrieben und auf seinem Podest "Fridays For Future". Soweit so eindeutig: Das Holbeinpferd sympathisiert mit der Fridays-for-Future-Bewegung und erinnert alle Passantinnen und Passanten an den Globalen Klimastreik, der am Freitag um 10 Uhr am Platz der Alten Synagoge startet.


Aber das Holbeinpferd wäre nicht das Holbeinpferd, wenn es nicht noch weitere Botschaften in seine Erscheinung gepackt hätte: Aufmerksamen Betrachterinnen und Betrachtern wird nicht entgangen sein, dass unter der grünen Farbe hier und da ein Zebrafell herausblitzt. Das Holbeinpferd macht damit auf das traurige Artensterben aufmerksam, das vom Klimawandel vorangetrieben wird.

Und auch das Podest ist nicht einfach ein bemalter Sockel. Nein, es ist orangefarben: Die Farbe der Neugier und Kreativität. Menschen, die sich bisher noch nicht dem Streik angeschlossen haben, aber doch neugierig sind, sind hier vehement angesprochen: Nicht’s wie hin zum Klimastreik. Auch animiert das Pferd mit der Farbe dazu, bunte und ausgefallene Plakate mit zum Klimastreik zu bringen.

Außerdem markiert das Podest ein Schockmoment des heutigen Auftritts. Es sieht schwarz und angebrannt aus und erinnert an die jüngsten Waldbrände in Australien, Kalifornien und Brasilien. Der Klimaprotest ist eben keine Spaßveranstaltung. Mit den Worten Greta Thunbergs: Our house is on fire.

Mehr zum Thema: