Das Droste Running Team

Fabian Vögtle

Beim S’cool Run, der am Sonntag im Rahmen des Freiburg Marathon startet, teilen sich jeweils sieben Schüler die 21,095 Kilometer. Im vergangenen Jahr wurden die Schüler des Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Herdern Staffelgesamtsieger. Und natürlich wollen sie diesen Titel verteidigen. Ein Trainingsbesuch.



Ein trüber Märzmittag, nur noch wenige Tage bis zum 6. Freiburger Marathon. Viele Wolken, der starke Wind bringt die Rotoren auf dem Rosskopf auf Hochtouren. Weiter unten, in Herdern, trifft sich Elisabeth Berg aus Dänemark mit anderen Schülern zum Lauftraining an der Turnhalle. Die 16-Jährige ist für ein Jahr Gastschülerin am Droste-Hülshoff Gymnasium (DHG) und trainiert seit Wochen, um am Sonntag mit hunderten anderer Schüler am S’cool Run teilzunehmen.




Die Schulstaffeln starten zum zweiten Mal im Rahmen des Freiburg Marathons und sind bei regionalen Gymnasiasten beliebt. Gerade bei denjenigen, die sich noch nicht den Halbmarathon zutrauen. Die Schüler können einmal vor großem Publikum laufen. Denn das Staffelrennen beginnt kurz nach dem Marathon um 11.20 Uhr.



Das Droste schickt 18 Staffeln an den Start, darunter auch Fünftklässler und gestresste Abiturienten. Im vergangenen Jahr stellte die Schule die meisten Teilnehmer und wurde Staffelgesamtsieger. „Diesmal wird die Konkurrenz wohl größer sein“, sagt Marc Löhmann. Er ist Sportlehrer und hat die Schüler in Testläufen auf den S’cool Run vorbereitet. Löhmann selbst will den Halbmarathon laufen.

Am Droste bemüht man sich schon länger darum, Schüler zum Laufen zu motivieren. So ist das "Droste Running Team" eine Fortführung der schuleigenen Ausdauer AG. Christoph Schuster (20) gehört zu den Gründungsmitgliedern des Droste Running Teams, dem er als Vorsitzender und aktiver Läufer verbunden ist. Teilnehmer dieses Teams starten auch bei Wettkämpfen wie dem Schluchseelauf, der Freiburger Nacht oder in der Crosslaufserie.



Der Ex-Schüler wirbt für seinen Verein und spricht von einem großen Trainingsangebot, das auch Zirkeltraining, Radtouren und Schwimmen umfasst. Außerdem gebe es gemeinsame Aktionen: Im Winter etwa könne man eine Laufhütte im Schwarzwald besuchen, über Pfingsten ins Trainingslager an den Lago Maggiore. Dabei ginge es nicht nur um Lauftraining, sondern auch um Geselligkeit.



Das Vereinslogo ist übrigens ein Känguru. Auch Elisabeth Berg trägt es an diesem Trainingsnachmittag auf ihrem Rücken. Erst Hopserlauf, dann Intervalltraining auf der Tartanbahn. Elisabeth freut sich schon auf Sonntag. „In Dänemark gibt es so einen Lauf nicht und an meiner Schule dort auch keinen Laufverein.“

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