Das Dreisam-Anbaden findet dieses Jahr nicht statt

Gina Kutkat

Das Dreisam-Anbaden fällt zum ersten Mal seit fünf Jahren aus. Weil es nach dem letzten Mal Wirbel um Laichgebiete von Bachforellen gab, haben sich die Organisatoren zu diesem Schritt entschlossen.

Das Dreisam-Anbaden fällt ins Wasser – im wahrsten Sinne des Wortes. "Wir haben beschlossen, dass wir es dieses Jahr nicht machen, und wenn, dann nur spontan mit ein paar Freunden", so einer der Organisatoren aus dem letzten Jahr. Damit gibt es zum ersten Mal seit fünf Jahren kein offizielles Anbaden in der Dreisam.


Grund dafür ist die Aufregung, die nach der letzten Aktion am 20. Januar 2017 entstand: Nachdem sich etwa 50 Studierende unter dem Motto "Für Weltfrieden und Naturschutz" in die -5 Grad Celsius kalte Dreisam gestürzt hatten, erschien ein Facebook-Post der Interessengemeinschaft Dreisam (IG Dreisam). Darin macht der Zusammenschluss aller Fischereivereine entlang der Dreisam auf ein Problem aufmerksam: Die Badenden hätten sich mit dem dreisamseitigen Zugang des Sportinstituts eine Stelle ausgesucht, in dem die Bachforelle ihre Eier abgelegt hatte.

Dadurch sei das Laichgebiet "teilweise beschädigt" worden. "Wir unterstellen keine bösen Absichten, sondern wollen einfach informieren und aufklären, das man da aufpassen muss", sagte Franz Bühler, 1. Vorsitzender des Angelsportvereins, auf fudder-Nachfrage.



Das Orga-Team, ein loser Zusammenschluss Sportstudierender der Uni Freiburg, wusste nach eigenen Angaben nichts von der Laichzeit. Sie nahmen nach dem Anbaden Kontakt zur Interessen Gemeinschaft Dreisam auf. "Es gab einen freundlichen und informellen Austausch der Organisatoren mit uns," sagt Thorsten Tisarzik von der IG Dreisam.

Von Seiten der IG Dreisam wäre ein erneutes Anbaden kein Problem gewesen – allerdings nur nach Absprache und zu einem Zeitpunkt, der außerhalb der Laichzeit liegt.

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