Das Dreiländereck hat jetzt eine eigene Nachrichtenseite

Laura Wolfert

"Dreiland-News" ist ein Online-Nachrichtenmagazin, das über grenzüberschreitende Themen im Dreiländereck berichtet. Was das Online-Nachrichtenmagazin bezwecken will, erzählt Projekt-Initiator Samuel Baumann.

Fudder: Wie ist Dreiland-News entstanden?
Dreiland-News: Dreiland-News hat 2010 mit einem Blog-Projekt von Schülern in Saint-Louis begonnen. Ihr Englischlehrer hat das Thema "grenzüberschreitender Journalismus" im Unterricht behandelt. Wir haben "Dreiland-News" mit Studenten und Journalisten aber nach den Attentaten bei Charlie Hebdo neu überarbeitet. Meinungsfreiheit kennt keine Grenzen – und wir unterstreichen: Grenzen in jeglicher Hinsicht!


Fudder: Was will ein dreisprachiges Online-Nachrichtenmagazin bezwecken?
Dreiland-News: Es gibt immer noch zu wenig Kontakt und zu viele Vorurteile zwischen den Einwohnern des Dreilandecks. Wir wollen durch den mehrsprachigen Austausch von Informationen die grenzüberschreitenden Kontakte verbessern und eine Austauschplattform für junge Leute sein.

Fudder: Wieso wurde sich nicht auf eine Sprache geeinigt?
Dreiland-News: Das Dreiland ist eine Lebensgemeinschaft, die sich aus verschiedenen Nationalitäten und Kulturen zusammensetzt. Im Dreiland hört und sieht man überall verschiedene Sprachen. Selbst wenn man zwangsläufig nicht alles versteht: die Verständigung klappt trotzdem!

Fudder: Was sind Eure Themengebiete und wer ist für Dreiland-News verantwortlich?
Dreiland-News: Der Initiator des Projektes ist Samuel Baumann. Die sozialen Netzwerke – Snapchat, Instagram, Facebook – werden von Studenten betreut. Es gibt ein Team von ungefähr zwölf Personen, die aktiv in das Projekt eingebunden sind. Wir publizieren Artikel von Schülern, Studenten, Bloggern und professionellen Journalisten.
Wir schreiben über alle Themen des täglichen Zusammenlebens und vor allem über kulturelle Besonderheiten und Stereotypen – um die Vorurteile gegenüber den verschiedenen Nationalitäten aufzuweichen.

Fudder: Was bedeutet der Unterpunkt "Dreiland-Kids"?
Dreiland-News: Mit Dreiland Kids richten wir uns an alle Eltern, deren Kinder in einem multikulturellen Umfeld aufgewachsen sind – und die von klein auf mehrere Sprachen sprechen können. Die Kinder, die das nicht können, sollten wir unterstützen, indem wir mit ihnen das Dreiland entdecken und ihnen die Kultur der Nachbarn nahe bringen.

Fudder: Auf der Homepage von Dreiland-News steht "Freedom of Speech knows no Borders" - was ist damit gemeint?
Dreiland-News: Die Presse- und Meinungsfreiheit sollte uneingeschränkt gelten. Wir merken aber, dass es noch Grenzen zwischen den doch so nah lebenden Kulturen im Dreiland gibt: die Sprache, Vorurteile, unterschiedliche Kommunikationsquellen. Dreiland-News hat dank der neuen Medien das Potential, das Dreilandeck besser miteinander zu verbinden.