Das beste Blog der Welt

Christian Deker

Vier Wochen lang konnten alle Internetnutzer ihre Lieblingsblogs für den "Internationalen Weblog-Award” der Deutschen Welle vorschlagen (fudder berichtete). Nun sind die Sieger gekürt worden. Die amerikanische Webseite der "Sunlight Foundation" wurde von der Jury mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Der Preis für das beste deutschsprachige Weblog ging an "Letters from Rungholt", dem privaten Blog einer Deutschen, die in einem israelischen Kibbuz lebt.

Mit der Initiative „The BOBs“ (Best of the Blogs) will die Deutsche Welle Weblogs unterstützen, die sich um die Meinungsfreiheit im Internet verdient machen. In vielen Teilen der Welt stellen Weblogs eine der wenigen Möglichkeiten zur freien Meinungsäußerung dar, nicht meinungskonforme Blogger werden zum Teil sogar staatlich verfolgt. Der Gewinner des Wettbewerbs, die amerikanische "Sunlight Foundation" (http://www.sunlightfoundation.com), hat sich zum Ziel gesetzt, die politischen Prozesse in den USA für Bürger durchschaubarer zu machen. Dadurch soll die Korruption verringert und eine stärkere Transparenz in die bürokratischen Strukturen gebracht werden.


Die erst im Januar 2006 gegründete Stiftung hat unter anderem eine so genannte Congresspedia (http://www.congresspedia.org) ins Leben gerufen, mit der Bürger leichter an unverfälschte Informationen über seine gewählten Abgeordneten im US-Kongress kommen sollen. Die Jury lobte vor allem das politische Engagement und die starke Nutzermobilisierung des Projekts.

Der Preis für das beste deutschsprachige Weblog ging mit "Letters from Rungholt" (http://rungholt.wordpress.com) an eine Bloggerin, die in Deutschland geboren und aufgewachsen ist und seit vielen Jahren in Israel lebt. Sie berichtet aus ihrer persönlichen Perspektive über das Leben in einem israelischen Kibbuz und die Probleme des Nahen Ostens.

Als Dozentin an der Uni und Mutter von vier Kindern beobachtet sie „die Medien in den USA, Deutschland und Israel genau in Bezug auf Unstimmigkeiten und Fehler und hat mit ihrer Perspektive inzwischen einigen Einfluss“, schreibt die Jury.

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