Darum lasse ich in meinem Buch den Turm des Münsters explodieren

Euch

Ein Buch, in dem das Münster explodiert - so etwas gab es noch nicht. Markus Sapel hat das mit seinem Fantsay-Roman "Der Luma Chell" nun endlich geändert. Wie es dazu kam:



Warum schreibt jemand ein Buch? Die Frage wird vermutlich jeder Autor unterschiedlich
beantworten. Bei Autobiografien ist die Antwort in der Regel einfach; jemand möchte seine eigene

Geschichte erzählen. Was bewegt aber einen Romanautor zum schreiben? Hier kann ich nur für
mich sprechen, aber ich denke, dass viele Autoren diese Frage ähnlich beantworten werden: Es ist
die pure Lust, eine Geschichte zu erzählen; eine neue Geschichte; etwas, das der eigenen Fantasie
entsprungen ist.

Die Wahl des Genres hat sicher mit persönlichen Vorlieben des Autors zu tun. Allerdings bieten
verschiedene Genres auch unterschiedlich viel Freiraum. Wer einen historischen Roman plant, muss
gründlich recherchieren und den historischen Kontext berücksichtigen, um ein glaubwürdiges
Resultat zu erzielen. Fantasy-Autoren hingegen erschaffen sich ihre eigenen Welten und damit
beinah unbegrenzte Freiheiten. In meinem Buch gibt es eine Explosion im Freiburger Münsterturm.

Diese ließe sich sicherlich auch mühelos in einem historischen Roman unterbringen. Was der
Explosion dann aber folgt, wohl nur schwerlich. Allerdings ist auch Fantasy nur dann glaubwürdig,
wenn sie sich einer klaren Logik unterwirft, der der Leser folgen kann.

Die Lust Geschichten zu erzählen, war vermutlich schon immer irgendwo in mir. Allerdings nicht
bewusst, ich brauchte einen kleinen Anschubser. Kurz vor dem Ende meines Studiums, hier in
Freiburg, erzählte mir ein Freund, dass er gerade dabei sei, ein Buch zu schreiben. Wenn jemand,
den man sehr gut kennt, so etwas zu einem sagt, zeigt das Wirkung. In meinem Fall war es so, als
hätte jemand einen Schalter in meinem Kopf umgelegt. Ein Buch zu schreiben, schien plötzlich
auch für mich im Rahmen des Möglichen zu liegen; der Gedanke war mir nie zuvor gekommen.

Verstärkt wurde die Idee durch den Umstand, dass ich damals gerade ein Buch gelesen hatte, das
mir nicht nur sehr gut gefiel, sondern von dem ich nun auf einmal dachte: sowas will ich auch
schreiben! Sowas kann ich auch schreiben! Das ist es, was ich machen möchte!

Es war (natürlich!) eine Fantasy-Geschichte. Also startete ich meine eigenen ersten Gehversuche als
Fantasy-Autor. Der Zeitpunkt war jedoch unglücklich gewählt: Die Diplomprüfungen standen vor der Tür, ganz zuschweigen von meiner Diplomarbeit. Trotzdem lag etwa zwei Jahre später ein vollständiges Manuskript auf dem Schreibtisch – oder eher in der Schublade, denn der zähe Prozess des 'Ausforstens' und Korrigierens stand mir noch bevor.

Leider verlor ich – der junge Autor, der ich war – hierbei schnell die Geduld. Ich wollte endlich den
nächsten Schritt gehen. So kam es, dass mein Buch viel zu früh erschien; unausgereift und
fehlerbehaftet.

Aber das Leben geht weiter, und die Welt verändert sich. Mich verschlug es über Umwege nach
Holland, und als ich nach dem letzten Umzug meine Bücherkisten auspackte, fand ich wieder das
alte, abgegriffene Exemplar jenes Buches, das mich damals zu meinem eigenen ersten Buch
inspiriert hatte. Mich packte direkt die alte Begeisterung!

Da ich inzwischen überzeugter eBook-Leser bin, lag es nahe, einen neuen Versuch mit meinem
Buch digital zu starten. Ich überarbeitete das alte Manuskript vollständig und veröffentlichte
schließlich die neue Version über Amazon als eBook. Nun gibt es also mein altes neues Buch „Der Luma Chell“ bei Amazon als eBook. Ich hoffe, dass viele Freiburger (und Nicht-Freiburger) Spaß daran haben werden.

Der Klappentext

Freiburg Mitte der 90er Jahre. Eine Explosion im Münsterturm erschüttert die nächtliche Ruhe rund um das Freiburger Münster. Zwei alte Männer sind die einzigen Zeugen des Ereignisses, weigern sich allerdings der Polizei weiterzuhelfen. Die einzige Spur führt zu einem Studenten namens Edmund F. Sonnenbrenner, der jedoch unauffindbar ist. Auch Edmunds Kommilitonen bringen Kommissar Stille bei seinen Ermittlungen nicht weiter.

Keiner von ihnen ahnt, in welchen Schwierigkeiten sich Edmund befindet, denn nach einem
nächtlichen Überfall, ist dessen Welt nicht mehr dieselbe. Etwas ist ihm auf den Fersen und jagt ihn
bis in eine andere Welt voller Magie und tödlicher Gefahren. Edmund stellt fest, dass es für ihn kein
Entkommen gibt. Er muss sich dem Kampf stellen, aber er ist nicht allein.
Der Luma Chell führt den Leser vom Turmspitz des Freiburger Münsters bis hinab in die Gewölbe
des Jazzhauses und tritt dann ein in die magische Welt der Geomin und Monadnock.

Hier könnt ihr Markus Buch kaufen: Der Luma Chell - Markus Sapel auf Amazon

Zur Person | Markus Sapel

Ich komme ursprünglich aus dem Schwarzwald und habe in Freiburg in den 90er Jahren Geologie
studiert. Heute lebe ich mit meiner Familie in Holland. Wenn ich keine Bücher schreibe, dann baue ich meistens Websites oder versuche den Leuten den Unterschied zwischen SEO und UEO zu erklären - ehrlich gesagt schreibe ich lieber.