Darf die Passage46 vor dem Theater ein Außencafé betreiben?

Simone Lutz

Der Streit um diese Frage geht weiter. Das Bürgerforum Sedanviertel lehnt ein Café am Stadttheater ab. Aber die Pächter der Passage wollen auf Open-Air-Einnahmen nicht verzichten. Die Politik beschwichtigt.



Der Streit um die geplante Außenbestuhlung der Bar "Passage 46" ist noch nicht beigelegt. Im Gegenteil: Auch nach einem Treffen vergangene Woche, zu dem Theaterintendantin Barbara Mundel eingeladen hatte, lehnt das Bürgerforum Sedanviertel Außengastronomie am Stadttheater vehement ab. Die Pächter der Passage dagegen setzen auf die Open-Air-Einnahmequelle. Allerdings werden die bisherigen Pläne geändert: Es sollen weniger als 150 Sitzplätze werden, ein Glashaus wird es wohl gar nicht geben.


Die entscheidende Frage ist: Soll es vor dem Theater, direkt am neuen Platz der Alten Synagoge und neben dem Café der Unibibliothek, zusätzliche Gastronomie geben? Auf keinen Fall, findet das Bürgerforum, das die Interessen des Viertels vertritt. Beim Gespräch mit Intendantin Mundel und den Pächtern der "Passage 46", Henrik Springmann und Wulf Piazolo, sowie einem Vertreter des städtischen Kulturdezernats, erklärte Forumssprecher Ulrich Armbruster, warum.

Das Bürgerforum will keinen einzigen Außensitzplatz

Das Sedanquartier mit seinen 2500 Menschen leide unter Lärm und der Durchgangssituation. Es gebe einen zwei Jahrzehnte alten Beschluss des Gemeinderats, keine weiteren gastronomischen Betriebe anzusiedeln. Die still und leise eingereichten Pläne der "Passage 46" hätten das Bürgerforum kalt erwischt; eine Genehmigung wäre ein "katastrophales Signal", sagte Armbruster. Die Intendantin habe sich jedoch für das bisherige Vorgehen entschuldigt und Verständnis gezeigt. Die Betreiber hingegen wollten Außengastronomie. Armbruster: "Um so ein Rad zu drehen, brauchst du Umsatz. Und das kriegst du nicht hin ohne Außengastronomie." Doch das Bürgerforum sagt Nein: "Wir wollen gar keine Außensitze."  

Mehr dazu:



  [Foto: Ingo Schneider]