Coquelin feuert beim Guardian gegen Streich und den SC Freiburg

Martin Herceg

Ab durch die Mitte? Nicht mit Streich. Ex-SC-Profi Coquelin fühlte sich in Freiburg missverstanden - und von Streich gemobbt. Warum, hat er jetzt der britischen Zeitung The Guardian erklärt:



Lange hat es gedauert, doch jetzt - so scheint es - hat Francis Coquelin den Durchbruch in Sachen Fußball geschafft. Ein Jahr nach dem Ausleihgeschäft mit dem SC Freiburg spielt der Franzose seit einigen Wochen im Trikot von Arsenal London groß auf - und hat entscheidenden Anteil, dass die Gunners trotz durchwachsener Hinrunde noch immer um den dritten Platz in England und die direkte Champions-League-Qualifikation kämpfen.


Doch warum kommt die Leistungs-Explosion erst jetzt, und nicht schon zwölf Monate früher, als Coquelin noch im Trikot des SC Freiburg steckte? Diese Frage beantwortete der 24-jährige Mittelfeldspieler am Sonntag der britischen Tageszeitung The Guardian.

Im Gespräch mit dem Blatt schiebt er seinen ehemaligen Trainer Christian Streich den schwarzen Peter zu. "Ich habe die ganze Zeit auf der falschen Position gespielt", wird der Franzose zitiert, der seinerzeit in Freiburg mit reichlich mangelnder Fitness angekommen war. Immer wieder habe er versucht, den Trainer davon zu überzeugen, ihn im zentralen Mittelfeld einzusetzen. Streich habe ihn aber rechts oder links spielen lassen.

Als Tiefpunkt seiner Freiburger Zeit nennt Coquelin ein Testspiel gegen einen deutschen Zweitligisten, das mit 1:5 verloren ging. "Ich alleine wurde anschließend vor der versammelten Gruppe vom Trainer dafür verantwortlich gemacht, obwohl ich erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt worden war, als es schon 0:5 stand", wird Coquelin zitiert. Gemient haben, muss er jedoch die 0:5 Niederlage gegen Union Berlin im Jannuar 2015. Dort wurde Coquelin tatsächlich zur Halbzeit eingewechselt - ein Tor fiel mit ihm auf dem Platz jedoch nicht. 

Dass ihn Streich trotz mehrmahligen Bittens nicht vorzeitig zurück nach London ließ, führte laut Coquelin dazu, dass er härter als zuvor trainierte, um wenigstens nach seiner Rückkehr an die Themse fit zu sein. Wenigstens dieses Vorhaben ist dann unter Anleitung der Freiburger Trainer offenbar geglückt - zumindest vorerst.

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[Foto: dpa picture alliance ]