Coolspotters: Promi-Infos von Fans für Fans

Lilli Staiger

Auf Coolspotters.com können Fans und Fashionvictims die neusten Musthaves ihrer Lieblingsstars entdecken - Klamotten, Accessoires und Unterhaltungsmedien. Man erfährt, wo man sie kaufen kann. Das Besondere: allein die User generieren den Inhalt der Website. Wir haben das Angebot unter die Lupe genommen.



Coolspotters ist zugleich Fan-Community und Crowd-Sourcing-Plattform, bei der die User selbst die Informationen zu Stars und ihren Produkten zusammentragen und austauschen können. Das Neue an dem Angebot ist, dass die Informationen übersichtlich in dem Profil des jeweiligen Promis in Kategorien eingeordnet werden. Bislang mussten Fans und Interessierte Modezeitschriften oder unübersichtliche Modeblogs durchforsten, um herauszufinden, von welcher Marke beispielsweise das neue Shirt des Wunschpromis ist.


Coolspotters.com erleichtert diese Suche. Tausende von Usern tragen auf dieser Website ihre spezifischen Infos in täglichen Updates zusammen. Star-Stylistin Rachel Zoe bezeichnet Coolspotters als „Google of people and products“.

Bei den Coolspotters dreht sich alles um Spots. Das sind hier Verlinkungen von Promiprofilen mit Promifotos, Produkten und weiteren Promis, die die Produkte ebenfalls tragen oder besitzen. Das gilt nicht nur für Kleidung und Accessoires, sondern auch für Marken, Unterhaltungsmedien, Promibekanntschaften, Fahrzeuge, Aufenthaltsorte und besuchte Events. Man erfährt also mehr als nur, was die Stars tragen. Je nach Informationsquelle kann man auch viel über Interessen und Hobbys herausfinden.

Man kann aus einer Reihe von Promis auswählen, die alphabetisch oder in den Kategorien ‚Popular Now‘ ‚All-Time Popular‘ ‚Most Spots‘ ‚Most Fans‘ und ‚Newest‘ zu finden sind. In der Kategorie ‚Popular Now‘ findet man auf den ersten Plätzen aktuell viele Teenie-Stars wie Miley Cyrus, Ashley Tisdale, Zac Efron, aber auch Stilikonen wie Victoria Beckham und Lady Gaga.

Insgesamt sind es knapp 9000 Prominente, die mehr oder weniger in jeder Kategorie wieder auftauchen. In fast jeder Kategorie befindet sich momentan der Twilight-Star Kristin Stewart mit mehr als 900 Coolspotter-Fans auf den ersten Rängen. In ihrem Profil gibt es unter anderem über 500 Produkte und knapp 300 Marken.



Bei Lady Gaga findet man aktuell unter Produkten die Hunting Season Duchess Bag für $ 3.695, die nur bei ihr gesehen wurde, außerdem die Yves Saint Laurent Tribtoo Pumps für $ 795, die auch von 95 weiteren Promidamen getragen werden und vieles mehr. Es gibt Spots vom Star zum Produkt und zu allen, die ebenfalls mit dem Produkt gesichtet wurden.



Nun kann man sich fragen, was es einem nützt, zu erfahren, dass die Lieblingshandtasche eines Stars zum Beispiel von Chanel ist und 3000 Dollar kostet, wenn man sich diese eh niemals leisten kann. Die meisten Produkte sind teuer bis unbezahlbar, vor allem, wenn man sich die Kategorie ‚Autos‘ ansieht. Aber es ist nun mal so, dass Stars in der Regel nicht H&M und Co., sondern Luxusdesigner-Produkte tragen. Wer bereit ist, für das ein oder andere Designerteil tiefer in die Tasche zu greifen, erfreut sich der vielen Hinweise auf Coolspotters, für andere ist es wohl eher deprimierend. Andererseits ist es für Fans einfach interessant zu erfahren, welche neuen Produkte der Lieblingsstar gekauft hat, wo er zuletzt war oder welche Musik er im Moment hört.

Ob man sich die Designerteile leisten kann, ist für viele Nutzer der Seite weniger relevant. Diejenigen, denen es um den Style der Stars geht, hätten allerdings mehr davon, wenn sie günstigere Alternativen für Star-Outfits genannt bekämen, sofern sie nicht gerade Geld wie Heu haben.

Eine solche Kombination von Online-Shop und Starstyle-Suchmaschine gibt es bereits aus England, sie heißt Like. Aus den USA kommt der Online-Shop Singer22, bei dem man die Kleidungsstücke, die Promis auf aktuellen Fotos tragen, direkt kaufen kann. Hier kommt man vom Starfoto zum Produkt und kann dieses gleich bestellen. Dennoch ist die Idee der Fan-Community Coolspotters, bei der die User selbst recherchieren und sich austauschen, einfach schöner. In Deutschland gibt es bislang kein vergleichbares Angebot, jedoch könnte es auch hierzulande zum Trend werden.