"Cliq": Freiburger entwickeln App, die Dir dabei hilft, Deine Freunde zu treffen

Elena Stenzel

Es kann manchmal ganz schön kompliziert sein, sich mit seinen Freunden zu verabreden. Die Freiburger Studenten Vincent Franck und Antoine Broudeur haben deshalb die App "Cliq" entwickelt. Sie soll dir helfen, dich einfacher mit deiner Clique zu treffen.

Die Idee zu Cliq kam Vincent schon vor langer Zeit: "Es hat mich einfach so genervt, dass man auf Whatsapp immer stundenlang hin und her schreiben muss, nur um sich für ein paar Stunden mit seinen Freunden zu treffen. Dadurch wird man total unspontan. Da dachten wir, drehen wir den Informationsfluss doch einfach um", sagt der 23-Jährige.


Das ist im Grunde die Basis von "Cliq": Man checkt auf einem digitalen Stadtplan in ein Café oder eine Bar ein und gibt an, zu welcher Uhrzeit und wie lange man dort sein möchte. Die anderen Facebook-Freunde sehen dann, wer wo eingecheckt ist und können, sofern sie das wollen, ebenfalls einchecken. Ist die eingecheckte Zeit abgelaufen, wird man automatisch ausgeloggt und für seine Freunde wieder unsichtbar.

Zum Check-in wird Facebook-Account benötigt

"Wir wollen nicht, dass es einen Zwang gibt, sich sehen zu müssen", meint Antoine. "Man möchte ja zum Beispiel nicht, dass man bei einem Date von seiner Rugby-Mannschaft gestört wird, nur weil die sehen, dass man gerade zufällig in der Gegend ist." Deshalb braucht man zum Check-in nur seinen Facebook-Account, über die mobilen Daten wird der Standort geortet, die Freundesliste auf Facebook bestimmt, mit wem man sich verabreden kann. Ist man einmal eingecheckt, braucht man nicht mal mehr Handyempfang, die eingegebenen Daten werden vorab auf dem Server gespeichert. "Cliq spart einfach viel Zeit und umständliches Herumfragen, man kann spontaner sein", so Vincent.

Cliq ist quasi global einsetzbar: In jede Bar, jedes Café, jedes Restaurant, das bei Google Maps zu finden ist, kann potentiell eingecheckt werden. So kann man sich auch mit seinen Facebook-Freunden in einer anderen Stadt verabreden. Und Vincent stellt klar: "Cliq ist keine Dating-App. Es geht nicht darum jemanden kennenzulernen, sondern die Kommunikation mit seinen bestehenden Freunden zu verbessern."

Werbung in der App soll vermieden werden

Die beiden Studenten entwickelten die App zusammen mit Programmierer Daniel, ebenfalls Student. "Wir waren die Ideengeber und Daniel hat dann gesagt, lässt sich umsetzen oder auch nicht." Bisher finanzieren die beiden alles noch aus eigener Tasche. Werbung in der App zu schalten, wollen sie eher vermeiden: "Wir wollen mit Cliq ja eigentlich den Informationsfluss reduzieren". "Es ging uns auch gar nicht darum, damit großes Geld zu verdienen. Der Fun an der Entwicklung der App war bei uns im Vordergrund", sagt Antoine.

Mit den nächsten Updates sollen dann noch weitere Features dazu kommen: So ist zum Beispiel eine Priorisierung der Facebook-Freunde geplant: "Wir stecken derzeit in der Testphase der App, gerade sind wir dabei das Grundgerüst zu testen. Ist das dann auf dem Markt, bringen die ersten Updates weitere Features."
"Cliq" gibt es spätestens ab 8. März für Android und eine Woche später auch für iOS, die App ist kostenlos