Chezfine startet neu an der Gerberau

Carolin Buchheim

Im Juni 2013 schloss Josefine Jegal ihr Restaurant "Chezfine" in der Kartäuserstraße. Jetzt eröffnet sie ein neues Chezfine: im Märkgräfler Hof an der Gerberau. Wann es dort losgeht und ob sich etwas ändert:



Sie habe es gemacht wie die Pralinenmarke Mon Cheri – eine Weile war Josefine Jegal weg vom Markt, alle hätten sie vermisst, nun sei sie wieder da. "Diesen Vergleich hat ein Gast gemacht", sagt die Gastronomin lachend, "– künstliche Verknappung!"


Im Juni 2013 schloss Jegal nach drei, ihren eigenen Angaben zufolge überaus erfolgreichen Jahren ihr Restaurant Chezfine an der Kartäuserstraße. Dort war es unkompliziert und gemütlich – aber auch klein und feucht. "Wir hätten uns auf noch einmal fünf Jahre festlegen müssen, und dort war kein Raum zur Entwicklung", sagt Jegal. Also machte sie Pause, wurde Mutter und macht jetzt, sechs Monate nach der Geburt ihres Sohnes, das Chezfine wieder auf, nun aber im Markgräfler Hof, Gerberau 22.

Die Suche nach einem neuen Standort war langwierig. "In Freiburg gibt es schließlich wenig, was bezahlbar ist, Charme hat und frei ist". Barbara Kempchen, Betreiberin des Hotels, kam auf Jegal zu, schnell wurden die beiden Frauen sich einig. "Mit vereinten Kräften werden wir das Haus zum Glänzen bringen", sagt Jegal. In der vergangenen Woche hat die sanfte Auffrischung der stimmungsvollen Gasträume im Erdgeschoss begonnen, rund 50 Sitzplätze wird es hier insgesamt geben – 15 mehr als am alten Standort.

Am Konzept ändert sich nichts: Das Motto "regional, saisonal, jegal" soll auch an der Gerberau gelten. Jegal will weiterhin hochwertige Küche ohne Effekthascherei bieten, die Vegetarier und Fleischesser gleichermaßen bedient. "Es hat mich in meiner Arbeit bestätigt, dass während meiner Abwesenheit niemand diese Lücke besetzt hat", sagt sie. Eröffnen will Jegal ihr neues Restaurant am 7. November 2014.

Gekocht wird ein Fünf-Gang-Menü, das einmal im Monat wechselt, außerdem soll es eine "Jeden-Tag-Karte" mit fünf Gerichten geben, darunter ein Schnitzel und Rouladen. "richtig gute Rouladen, schön geschmort in dunkler Sauce". Ab Dezember, wenn ein dritter Koch beginnt, will Jegal auch einen Mittagstisch anbieten.

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[Foto: Michael Wissing]