Cheebab: Freiburg bekommt den ersten Käse-Döner

Gina Kutkat

Schweizer Käse trifft auf Döner-Imbiss: Ab Mitte Dezember verkauft Bilal Aksu in seinem Basak Döner an der Habsburgerstraße Käse am Spieß. Die Idee des Cheebab stammt – natürlich – aus der Schweiz.

Er sieht aus wie ein Döner, wird zubereitet wie ein Döner – aber schmeckt nach Käse. Bilal Aksu, Betreiber des Basak Döner in der Habsburgerstraße, hat den ersten Cheebab nach Freiburg geholt – es könnte gar der erste Cheebab Deutschlands sein. Dabei handelt es sich um Käse, der wie Kebabfleisch am Spiess gebraten und im Brot serviert wird. Erfunden hat ihn der Käser Roland Rüegg aus dem Zürcher Oberland.


Warmer Käse mit Brot – da denkt man sofort an Raclette. Warum dann noch einen Käse-Döner? "Da der Käse am Spieß zubereitet wird, wird die äußere Schicht leicht geröstet, er schmilzt nicht und hat eine festere Konsistenz", sagt Bilal Aksu, der vor zwei Jahren den Dönerladen an der Habsburgerstraße übernommen hat. Sein Stammkunde Moritz Killian, der auch Entwickler der Food-App "Tasted" ist, hat ihm von dem Käsedöner aus der Schweiz erzählt und den Kontakt zur Käserei von Roland Rüegg hergestellt.

20 Kilo Schweizer Käse für den Grill

Der Schweizer entwickelte den Cheebab als Kebab-Alternative für Vegetarier – im Mai 2018 hat er seine Idee zum ersten Mal präsentiert. Sein Käse hat bestimmte Eigenschaften, damit er auf den Spieß passt: Er ist speziell so hergestellt, dass er nicht schmilzt, mit der Milch von Landwirten aus seiner Region. Es handelt sich um elfenbeinfarbigen Halbhartkäse aus pasteurisierter Milch, ohne tierisches Lab hergestellt. Der Rest des Rezepts ist Betriebsgeheimnis.

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Mittlerweile gibt es den Käsedöner in mehreren Dönerbuden in der Schweiz zu kaufen. Ab Samstag, 15. Dezember, kann man die Kreation auch in Freiburg probieren: Bilal Aksu hat die erste Portion Käse erst am Dienstag aus der Schweiz transportiert. Um 3 Uhr nachts ist er losgefahren, um sich um 7 Uhr mit dem Käser Rüegg in der Molkerei in Saland zu treffen. 20 Kilo Schweizer Käse hat er mitgebracht, die aktuell noch tiefgekühlt lagern. Name, Logo und Konzept des Cheebabs übernimmt Aksu aus der Schweiz.

Spenden für die Freiburger Tafel

"Was die Zubereitung angeht, werde ich noch etwas herumexperimentieren", so Aksu. Den Cheebab könnte es mit einer besonderen Soße, mit Zwiebeln und "mit scharf" geben. Aktuell wartet er noch auf einen zweiten Dönergrill, auf dem der Käse zubereitet wird. Dieser kommt tiefgefroren auf den Spieß und wird dann gleichmäßig erhitzt, bis sich eine goldbraune Schicht bildet. Mit einem Messer wird dann die oberste Kruste abgeschabt. Der Käsespieß kann nach Gebrauch wieder bis zur nächsten Sitzung tiefgefroren und danach bis zu vier Mal verwendet werden. Zwischen fünf und sechs Euro soll der Käsedöner letztendlich kosten.

Sobald Aksu seine Unkosten gedeckt hat, möchte er den Rest seiner Cheebab-Einnahmen an die Freiburger Tafel spenden.

Öffnungszeiten

Mo-Sa 10 bis 22 Uhr, So 11 bis 22 Uhr

Adresse

Basak Döner Freiburg
64 Habsburger Straße
79104 Freiburg im Breisgau


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