ChaCha - betreutes Suchen

Markus Hofmann

ChaCha ist die kurioseste Suchmaschine, die ich je getestet habe. Wenn man mit der Suche nicht weiter kommt, kann man sich von einem hilfsbereiten Guide per Textchat helfen lassen. Von einem Menschen wohlgemerkt, nicht von einem Sprachcomputer!



Nach firmeneigenen Angaben arbeiten bereits 25.000 bezahlte Search-Guides für ChaCha; Die Idee: Wenn man selbst nicht weiter kommt, kann vielleicht ein Suchlotse von ChaCha dabei helfen, das Gewünschte auf Abruf (on demand) zu finden.


Für die New York Times ist ChaCha eine jener Suchmaschinen, die dem Suchgiganten Google im lukrativen Wettstreit, bessere Suchtechnologien zu finden, Konkurrenz machen könnten. Einer der Investoren ist übrigens Jeff Bezos, der Gründer von Amazon. Angeblich bietet ChaCha seinen Guides Stundenlöhne von 5-10 Dollar. Mir persönlich ist dabei nicht ganz klar, ob das Konzept nur ein guter Werbegag ist oder der ernsthafte Versuch, die Personalkosten zu ruinieren. Trotzdem eine schöne, weil so schön altertümliche Idee: Das sind tatsächlich echte Menschen, die die Fragen beantworten - und keine grenzdebilen Sprachcomputer wie etwa bei der Deutschen Telekom.

Ich habe die Suchmaschine selbst getestet und war vom höflichen Empfang der Guides durchaus angetan. Wirklich helfen konnten sie mir leider nicht bei meiner Suche, vielleicht hatte ich mein Anliegen aber einfach auch nur etwas unpräzise formuliert. Wer sich selbst als Guide bewerben möchte: Hier geht's zum Bewerbungsverfahren. [via TechCrunch]