Catsitting und Tierschutz: Der Freiburger Katzenverein

Maren Windfelder

Nicht nur das Internet liebt Katzen. Der Beweis: Seit einem Monat gibt es in Freiburg eine Ortsgruppe des Freundeskreises Katze und Mensch e.V. Klar, dass wir da gleich mal bei Gruppenleiterin Elisabeth Schöpp vorstellig geworden sind und sie unter anderem gefragt haben, was denn so besprochen wird, am Katzenstammtisch:



fudder: Frau Schöpp, wie kamen Sie auf die Idee, den Verein für Katzenfans in Freiburg zu gründen?

Elisabeth Schöpp: Es gibt bereits einen Verein, und zwar den Freundeskreis Katze und Mensch. Dieser ist deutschlandweit in mehr als 100 Regionen mit über 5100 Mitgliedern tätig. Ich habe lediglich die Gruppenleitung für Freiburg übernommen, da es hier noch keine Ortsgruppe gab.

Meine Motivation, diese zu gründen, war persönlich motiviert: Wir haben zwei Katzen zuhause, für die wir in der Urlaubszeit normalerweise eine gute Betreuung haben - aber eben nicht immer.

In Ihrem Verein geht es vor allem um Katzenbetreuung. Wie läuft denn ein sogenanntes 'Catsitting' ab?

Wer seine Katze von uns betreuen lassen will, muss Vereinsmitglied sein. Der Freundeskreis Katze und Mensch hat ein Punktesystem entwickelt, das wir auch in Freiburg nutzen: Als Vereinsmitglied hat man zehn Punkte frei, und pro Tag, den man seine Katze betreuen lässt, wird einem ein Punkt abgezogen. Andersherum bekommt man, wenn man eine Katze sittet, täglich einen Punkt dazu. Ich finde, das ist ein super System, das auf einer fairen Gegenseitigkeit beruht.

Was wird beim Stammtischen des Vereins besprochen?

Hauptsächlich geht es um das Catsitting und den Katzentierschutz, also um streunende Katzen. Ein ganz wichtiger Punkt ist außerdem, die anderen Mitglieder kennenzulernen. Natürlich muss man der Person, die die Katze während der Urlaubszeit betreut, ein großes Vertrauen entgegenbringen - immerhin gibt man demjenigen seinen Hausschlüssel und die Verantwortung für die eigene Katze.



Sie setzten sich im Verein auch für streuende Katzen ein. Was haben Sie in dieser Hinsicht geplant?

Momentan ist die Gruppe ist ja noch ganz neu. Wir hatten erst ein Gründungstreffen, und am Donnerstag treffen wir uns zum zweiten Mal, sodass wir hinsichtlich des Schutzes streunender Katzen noch nicht viel organisiert haben. Aber wenn ein Mitglied eine Futterstelle betreuen möchte, unterstützen wir dies finanziell. Wir sind gemeinnützig, das heißt: Selbstverständlich investieren wir alle Mitgliedsbeitrage in den Katzentierschutz - zum Beispiel in Kastrationen wilder Katzen, Futterstellen oder Pflegestellen für herrenlose Katzen.

Wie wird man Vereinsmitglied?

Eine Grundbedingung für eine Vollmitgliedschaft ist, dass man eine Katze hat. Denn nur dadurch ist die gegenseitige Betreuung gewährleistet. Jeder betreut die Katzen ehrenamtlich. Es gibt auch professionelle Catsitter, die Geld für die Betreuung verlangen, aber so etwas hat mit uns nichts zu tun.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass man nicht zu weit entfernt von den anderen Mitgliedern wohnt. Momentan haben wir erst 17 Mitglieder, ich bin aber sehr zuversichtlich, dass es noch mehr werden.



Zur Person

Elisabeth Schöpp leitet die Freiburger Orstgruppe des Freundeskreises Katze und Mensch e.V.  Im richtigen Leben ist sie Pädagogin; ihre Katzen heißen Gandalf und Ramses.

Mehr dazu:

Stammtisch
Das nächste Mal trifft sich der Freiburger Katzenverein am Donnerstag, 28. Februar 2013, 19:30 Uhr in der Pizzeria Mooswald-Bierstube (Google Maps).

Kontakt
freiburg@katzenfreunde.de

Mitgliedschaft
Um Mitglied zu werden, muss man sich auf der Website des Katzenvereins registrieren. Der Jahresbeitrag für die Vollmitgliedschaft liegt bei 30 Euro. Für Schüler oder Alleinerziehende gibt es auch eine ermäßigte Mitgliedschaft. Diese beträgt im Jahr 12 Euro. Wichtig ist, dass jedes Mitglied die Möglichkeit hat, vor und nach der Arbeit oder Schule, also auf jeden Fall zweimal am Tag, bei der zu betreuenden Katze vorbeizuschauen.
[Bilder: Carolin Buchheim]