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Café Baldung im Freiburger Augustinermuseum ist zu

Julia Littmann

Nach rund zwei Jahren ist das Café Baldung im Freiburger Augustinermuseum zu. Inhaber Clemens Fach könnte es nach der Wiedereröffnung weiter betreiben. Die Zusammenarbeit war erquicklich.

Nach dem ersten Bauabschnitt ist vor dem nächsten Bauabschnitt. Als Clemens Fach vor zweieinhalb Jahren die Pacht fürs Café Baldung im Augustinermuseum übernahm, war klar: Wenn am dritten Bauabschnitt gebaut wird, ist sein Vertrag beendet. Nach rund zwei Café-Jahren wurden die Landesmittel freigegeben und Café und Sitzbereiche werden nun für die kommenden Jahre Baustelle.


Der Pachtvertrag wurde zum 31. Juli gekündigt.

Dass sich der Beginn der Bauarbeiten verzögert und dass man das Café noch ein, zwei Monate länger bis zur Schließung hätte betreiben können, wurde zu spät bekannt. Nun packen Clemens Fach und sein Team zusammen. Museum und Pächter tun aber beide kund: Gerne darf’s nach der Wiedereröffnung in dieser Besetzung weitergehen. Die Zusammenarbeit war erquicklich, versichern alle Beteiligten. Maren Heun, Leiterin der Abteilung Kommunikation bei den städtischen Museen, beschreibt das so: "Clemens Fachs Küche war sehr ausgesucht und fein – das hat so besonders gut gepasst!" Clemens Fach ergänzt: "Das Arbeiten hier ist tatsächlich sehr einvernehmlich, es ist aber auch schwierig." Schwierig zumindest in diesen zurückliegenden Jahren, denn: Bislang fehlte das Herzstück eines Gastrobetriebs – die Küche.

Ohne Küche Köstlichkeiten zaubern? Das ist Clemens Fach so gut gelungen, dass alle hoffen, er werde in zwei Jahren wieder am Start sein. Denn zwei Jahre vor Abschluss des dritten Bauabschnitts soll bereits das neue Café samt Küche eröffnet werden, so die Planung. Ideal werden die Verhältnisse auch dann nicht sein, erklärt Fach: "Das hier ist ein Museum an einem historischen Ort – dem muss sich natürlich alles andere unterordnen." So wird die Küche nicht ebenerdig mit den Gasträumen sein können, sondern im ersten Stock liegen. Das heißt: Treppensteigen fürs Personal. Nicht ideal, aber doch sehr, sehr reizvoll, betont der scheidende Pächter. "Das hier ist mit Kreuzgang und Innenhof ein echtes Kleinod in Freiburg. Dazu die sehr sympathische Besucherstruktur – das hat mich dazu bewogen, hier anzutreten. Und das lockt auch für die Zukunft!"

Vorverträge wurden zwar nicht abgeschlossen, wohl aber haben alle ihre dringenden Wünsche hinsichtlich einer künftigen Fortsetzung geäußert. Wenn die Regale und Schränke im Café ausgeräumt sind, werden die studentischen Hilfskräfte ihren Physik-Bachelor machen, die feste Mitarbeiterin wechselt zu einem Gastrobetrieb in Basel und Clemens Fach wird vorerst in seinen ursprünglichen Beruf zurückkehren. Er ist Psychologe – mit Faible und mit einem Händchen für die Gastronomie an besonderen Orten.