Byebye Patschehändchen!

Eva Hartmann

Nachdem sich monatelang keine Veränderung auf der Waage ergeben hat, fährt Gewichtshalbiererin Eva jetzt das etwas härtere Programm: Sie macht noch mehr Sport und achtet peinlich genau auf die täglich verputzten Kalorien. Und tatsächlich: Endlich tut sich wieder was.



In vielen Bereichen bin ich ja ein sehr geduldiger Mensch - aber wenn ich dann von irgendwas die Nase voll habe, dann so richtig.
Keine zwei Tage, nachdem ich in einem der letzten Blogeinträge verkündet hatte, 93,7 Kilo zu wiegen, wog ich schon wieder knapp zwei Kilo mehr. Weshalb? Keine Ahnung. Aber so geht das ja seit Monaten: Zwei Kilo rauf, zwei Kilo runter. Im Endeffekt also Stillstand. Und damit reicht's mir jetzt.


Also fahre ich seit einigen Wochen ein ziemlich hartes Programm: Zusätzlich zum neuen Trainingsplan mache ich zweimal pro Woche Spinning und BodyPump. Außerdem ist eine schicke digitale Küchenwaage bei mir eingezogen, die mir ganz neue Dimensionen des Kalorienzählens eröffnet: Seit ich nicht mehr nur grob schätzen, sondern genau ausrechnen kann, wieviel Kalorien ich zu mir nehme, hat sich mein Essverhalten ziemlich verschärft.

Um endlich voranzukommen, bemühe ich mich, möglichst nicht über 1000 bis maximal 1200 Kcal hinauszukommen, oft bleibe ich mit 700 bis 900 Kcal sogar deutlich darunter - was erstaunlich gut machtbar ist. Während der ersten wenigen Tage plagte mich noch ein leichtes, aber permanent vorhandenes Hungergefühl, jetzt habe ich mich schon ziemlich gut daran gewöhnt, wenig zu essen. Überraschenderweise leidet bislang weder meine Konzentration, noch mein Kreislauf darunter.



Um besorgte Kommentatoren gleich ein wenig zu beruhigen: Ja, ich achte darauf, alles wichtige zu mir zu nehmen. Ziemlich genau sogar. Und auch das Refeeding halte ich einigermaßen ein. Hüttenkäse zählt übrigens immer noch zu meinen meistgeliebten Ernährungsabartigkeiten. Eins meiner derzeitigen Leibgerichte ist gedünsteter Broccoli mit Hüttenkäse. 

Immerhin scheint die Kombination aus mehr Sport und streng limitierter Kalorienzufuhr auch endlich zum Erfolg zu führen: Zwar hüpfen die Zahlen auf der Waage weiterhin fröhlich auf und ab, weisen aber insgesamt eine deutliche Tendenz nach unten auf: 91,9 kg wurden mir heute früh angezeigt. Aber auch abgesehen von sich endlich verringernden Zahlen merke ich, dass sich was tut:



Als ich mich neulich im Vorbeigehen in einem Schaufenster betrachtete, ertappte ich mich bei der überraschten Feststellung, dass ich langsam so etwas wie eine Figur bekomme:  Ich habe tatsächlich so etwas ähnliches wie eine Taille! Unglaublich. Nachmessen ergibt: Mit mittlerweile 96 cm Taillenumfang hat sich mein Bauch um insgesamt 17 Zentimeter verkleinert.

Außerdem zeichnen sich an Oberarmen und -schenkeln erste zarte Andeutungen von Muskeln ab - wenn man zwar noch etwas guten Willen braucht, um diese sehen zu können, so kann man sie doch deutlich ertasten - bei einem kürzlich erfolgten Schwanz-, äh, Muskelvergleich zog ein schlanker und durchschnittlich sportlicher Kumpel von mir sogar eindeutig den Kürzeren.
Seit der letzten Messung habe ich an den Oberarmen 1,5 Zentimeter verloren und bin an dieser Stelle mit jetzt 33 cm Umfang 6cm schlanker als zu Beginn des Projektes.

Und auch am Oberschenkel hat sich was getan: 64 Zentimeter umfängt er jetzt und ist damit trotz immer noch üppigen Speckpolstern um insgesamt 11 Zentimeter geschrumpft.



Aber auch meine Knochensammlung wächst: Meine Schlüsselbeine treten deutlicher hervor und gehen jetzt in eindeutig ertastbare Schulterknochen über. Außerdem darf ich mich über erste Andeutungen von Schulterblättern und Mittelfuß- und handknochen freuen - byebye Patschehändchen.

Insgesamt freue ich mich, zum ersten Mal seit Monaten behaupten zu können, dass ich mit den gegenwärtigen Entwiklungen des Projektes einigermaßen zufrieden bin - so darf es gerne weitergehen.

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