Buttersäure-Anschlag aufs Freiburger Rathaus

Carolin Buchheim

Vermutlich gestern Abend hat ein bisher unbekannter Täter im Bereich des Haupteingangs zum Freiburger Rathaus Buttersäure verschüttet. Der Eingang ist seit heute Morgen gesperrt, die Kriminalpolizei sichert und untersucht den Tatort, während die Feuerwehr dabei ist, Teile des Rathauses zu belüften.

  Über die Hintergründe der Tat gibt es derzeit noch keine Informationen, auch nicht zu möglichen Tätern. Buttersäure, eigentlich Butansäure, wird umgangssprachlich auch als Stinkbombe bezeichnet. Die Flüssigkeit riecht sehr stark, ihre Dämpfe reizen die Augen sowie die Atemwege.


"Es hat fürchterlich gestunken", sagte Polizeisprecher Ulrich Brecht der Badischen Zeitung. Das Revier Nord ermittelt.



Alarmiert worden ist auch die Freiburger Berufsfeuerwehr, die mit Schutzkleidung und unter Atemschutz den betroffenen Bereich am Eingang des Alten Rathauses reinigt. Mehrere Büros der Verwaltung mussten geräumt werden. Der Eingang ins Rathaus wurde an die Seite des Gebäudes in die Gauchstraße verlegt.

Es ist nicht die erste Buttersäure-Attacke in Freiburg: im Rotlicht-Milieu wurden in Konkurrenzkämpfen immer wieder Buttersäure-Attacken eingesetzt.

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Wikipedia: Buttersäure