Busters im Jazzhaus: Stay rude!

Sarah Kärcher

Ska ist trendresistent, eine Musikrichtung mit treuer Fangemeinde. Das haben am Freitag The Busters im brechend vollen Jazzhaus bewiesen. Auch die Freiburger Skaletons heizten ein. Sarah hat mitgeskankt.



The Busters sind Stammgäste im Jazzhaus. Die zwölfköpfige Ska-Band kommt aus Wiesloch, einem Ort an der A6, den die meisten eher mit Staumeldungen assoziieren. The Busters haben 20 Jahre Bühnenerfahrung gesammelt und sich in dieser Zeit auf eines spezialisiert: die Leute zum Tanzen zu bringen.


Gegen 20.30 Uhr stehen The Busters auf der Bühne. Sie sind keine Freunde von sphärischen Intros oder langatmigen Spannungsbögen. Hier geht's von Null auf 100 und das Publikum zieht mit. Es wird getanzt, geskankt und gewippt, keiner kann stillhalten. Das Jazzhaus ist brechend voll, genießt die Combo doch inzwischen den Ruf, eine der gefragtesten Ska-Bands Deutschlands zu sein.



Nachdem sich die Musiker vorgestellt haben, spielen sie ältere Hits wie „Ubangi Stomp“ und „Dirty Money“, Treuepunkte für die Die-Hard-Fans. Aber nicht nur die haben ihren Spaß, der Rest auch.

Heuer haben The Busters zwei Schmankerl zu bieten: sie zeichnen den Jazzhaus-Gig auf, die Aufnahme kann man sich nach Konzertende auf einem USB-Stick für 10 € kaufen. Und mitten im Konzert entert plötzlich eine andere Band die Bühne: Die Skaletons, eine neunköpfige Ska-Band aus Freiburg. Sie zeigen mit einem Mix aus zwei Busters-Liedern, was der Nachwuchs drauf hat. Das Publikum ist begeistert. Der "Zwischenfall" rührt daher: The Busters suchen auf ihrer Website nach jungen Ska-Bands, die während ihres Aufritts nach vorn kommen und einen Song zum Besten geben.

Dann wieder The Busters, die die Ausdauer des Publikums auf die Probe stellen. Bald bemerkt Sänger Richie zufrieden: „Wenn der Schweiß von der Decke tropft, weiß man: wir haben bisher alles richtig gemacht und unser Publikum auch!“



Nach etwa zweieinhalb Stunden geht die Band zweimal von der Bühne und kommt zurück, mit den Zugaben „Whiskey ’till I drop“ und „Summertime“.

Alles in allem ein super Abend, ab und zu mal ein Lacher – wenn zum Beispiel ein Stagediver versagt und auf die Nase fällt, viel Spaß und Bewegung. Man sieht sich in einem Jahr zum nächsten Gig, bis dahin: Stay rude!