Brunch in Freiburg: Café Extrablatt

Brunch-Guru

Wo kann man in Freiburg brunchen? Was kostet der Spaß? Welche Lokalitäten eignen sich für Kinder? Die fudder-Redaktion hat ausgewählte Brunchlokale getestet. Heute: Das Café Extrablatt am Dreisamufer.


 

Speisen und Getränke

Wasserweckle, Körnerbrötchen, Croissants (letztere warm, weil vor Ort aus Rohlingen gebacken). Rührei, heißer Speck, Hackeklöschen, Pasta/Gehacktes-Matsche. Milchreis (kalt, aber gut), Vanillesoße, Rote Grütze. Käseaufschnitt, Wurstaufschnitt, geschnittenes Obst (Ananas, Melone …), Mini-Donuts.

Kulinarische Spezialitäten

Schrille Alleinstellungsmerkmale sind nicht auszumachen, außer, dass der inklusive Orangensaft größer ist als das 0,2-l-O-Saft-Pröbchen bei manch anderen Brunches. Ach so, und die Croissants werden vor Ort aus Rohlingen gebacken, sind also gut und gern noch warm. Alles andere ist okay, aber nicht herausragend. Im Fall der Wurst-/Käseplatten sogar lieblos.



Preise

 
Sonntagsbuffet 8,95 Euro, für Studenten 5 Euro (Voraussetzung ist, dass man den Studentenstatus sogleich sofort lautstark und nachdrücklich für sich in Anspruch nimmt). Kleineres Samstagsbuffet 7,45 Euro.

Ein O-Saft ist im Preis inbegriffen.

Brunchzeit

Jeden Sonntag von 9 bis 14 Uhr. Das abgespeckte Buffet am Sonnabend von 9 bis 12 Uhr.

Reservierung

Telefonat am Vortag: „Ich würde morgen gern zu Ihrem Brunch kommen. Empfehlen Sie, dass ich reserviere?“ – „Das wäre schon sinnvoll. Aber für Brunch nehmen wir keine Reservierungen an, weil da der Laden sowieso voll wird.“

Wie ist die Atmosphäre?

Die Musik nervt zumindest nicht. Sie ist nur knapp über der Hörgrenze, wenn man direkt unter den Lautsprechern sitzt. Die Gäste sind gelassen, drinnen ist der Geräuschpegel aber trotzdem recht hoch, weil es schlicht und einfach voll wird. Draußen scheint die Sonne, was die Gemüter der meisten entspannt.



Personal

Pluspunkt: Das zum Kaffee bestellte Glas Leitungswasser kommt sofort.

Für unseren Tisch ist eine Dame zuständig, die wahrscheinlich sonst Rekruten schleift. Sie staucht laut hörbar in der Küche ihre Kollegen zusammen („Wer hat die Gabel in den Müll fallen lassen? Ich will das jetzt wissen!“) und ist auch bei Gästen nicht zimperlich. Der Guru wird standrechtlich zusammengefaltet, nachdem er ihr nur hat ausrichten lassen und nicht persönlich gesagt, dass er an einen anderen Tisch umgezogen ist.

Insgesamt scheint für den Andrang zu wenig Personal auf der Schicht zu sein. Nach der ersten Bestellung ist es nahe an unmöglich, nochmal etwas nachzuordern oder jemanden zum Bezahlen zu finden. Um 10 Uhr sind zum ersten Mal am Buffet die Teller alle. Und dann geht auch noch die Spülmaschine kaputt und alles muss von Hand abgewaschen werden. Schließlich geben die Bedienungen offen zu, dass sie überfordert sind. Zum Thema 'Studentenpreis nicht deutlich genug verlangt' heißt es beim Bezahlen: „Normalerweise könnte das meine Kollegin stornieren, aber heute ist es einfach zu voll.“

Frequentierung

Es ist ziemlich bald voll. Das Personal wird zusehends gestresster. Am Buffet muss man eigentlich immer in zweiter Reihe stibitzen. Und als auch noch der Geschirrspüler den Geist aufgibt und der Nachschub mit handgespülten Tellern stockt, bildet sich ein richtig großer Pulk.  

Publikum

Viele Studis und Leute im Studentenalter. Aber auch einige Brunch-Kränzchen und Familien mit Kindern.



Familienfreundlichkeit

Kinderstühle stehen bereit. Ein brauchbarer Wickeltisch findet sich im Vorraum zu den Toiletten. Dafür ist aber der WC-Reiniger nicht verräumt, sondern steht einfach so am Boden rum – so dass kleinere Kinder ihn ohne Weiteres für Unsinn einspannen könnten.

Adresse

Schreiberstraße 1 (Direkt am Dreisamufer)
0761.29281899
 

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag,
Sonn- und Feiertags
9 bis 1 Uhr

Freitag und Sonnabend
9 bis 3 Uhr

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