Breisgau-Brands: Should Be

Saskia Scherer

Blaue Bananen? Gelbe Erdbeeren? Gibts das? Ja, und zwar beim Freiburger T-Shirt-Label Should Be. Wie zwei Studierende zur Mode kamen, und warum sie für eine nachhaltige Herstellung sind:

 
Anselm Appel, 22, und Jona Lehr, 23, haben ein ungewöhnliches Hobby. Die zwei Freiburger Wirtschaftsingenieur-Studenten designen seit einem Dreivierteljahr T-Shirts. Herausgekommen ist dabei das Label Should Be. Mit dem Studium der beiden hat das wenig zu tun. "Aber es ist ein schöner Ausgleich", meint Jona. Sie möchten ihren Ideen einmal freien Lauf lassen können.  


Sie wollten etwas Eigenes aufziehen, und so entstand Should Be. Für die Grundidee haben sie sich von einem Künstler inspirieren lassen. Im Winter 2012 tüftelten sie, bis sie auf die Idee kamen, Früchte als Motive zu verwenden. Und da kam dann wieder der Künstler ins Spiel. In Form eines Graffitis haben Jona und Anselm den Spruch "Should Be ..." entdeckt. Der Künster hat Worte in eben nicht den entsprechenden Farben gesprüht, zum Beispiel "Red" in blauer Schrift.

 
Wichtig ist für die Designer die nachhaltige und faire Produktion. Diese Grundphilosophie hat auch mit den Auslandsaufenthalten der beiden zu tun. Jona war in China, Anselm in Kambodscha. Die beiden meinen, die Textilindustrie dort würde nicht so laufen, wie sie sollte. Die Produktion sei schmutzig, vor allem Farben würden ins Wasser geleitet, so dass selbst das Grundwasser verunreinigt würd.

Die Blanko-Shirts von Should Be sind deshalb aus Bio-Baumwolle und werden von einem Berliner Lieferanten, der sich auch für Nachhaltigkeit einsetzt, gebracht. "Es gibt wenige Labels, die gutes Design und Fair Trade vereinen", sagt Anselm. Sie achten auch auf fairen Druck. Die Motive kommen direkt in Freiburg bei der Druckfirma Siebtrieb auf den Stoff. Dafür werden ökologische Farben aus der Umgebung verwendet. Die Labels nähen Anselm und Jona dann selbst an. Unterstützt werden sie von Familienmitgliedern und Bekannten. Verpackung und Versand läuft auch über sie - Jonas Keller wurde dafür extra umfunktioniert.

 
Ihr Sortiment umfasst derzeit eine Sommerkollektion, bestehend aus vier verschiedenen T-Shirts, jeweils für Frauen und Männer. Für den kommenden Winter sind Sweatshirts geplant. Der Verkauf läuft direkt über sie persönlich, über ihre Facebook-Seite oder per E-Mail.

In naher Zukunft soll die Website samt Onlineshp fertiggestellt werden. Außerdem versuchen sie, ihre Produkte in Freiburger Läden zu vertreiben. In dem kleinen Laden "Pullunder und Röckchen" in Herdern ist das bereits der Fall. Aber das möchten sie noch ausweiten.

Ein Problem sind dabei die hohen Herstellungskosten. "Die Läden möchten ja auch noch Gewinn machen", sagen die jungen Geschäftsmänner. Finanziert haben sie Should Be bisher mit ihrem Eigenkapital. Dank dem erfolgreichen Start und bisherigen Lauf ist das nach wie vor möglich.

 
Should Be möchten sie als ein Freiburger Label etablieren, in dem es gute Mode gibt, die man guten Gewissens kaufen kann. "Und natürlich wäre es schön, wenn wir über die Grenzen Freiburgs hinauskämen", sind sich die zwei einig. Getragen wurden ihre Shirts schon in München, Berlin, Hamburg, Wien und sogar in London und New York - von Freunden.  

Verlosung

fudder verlost zwei T-Shirts von Should Be, jeweils eins für Damen und eins für Herren. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, schickt eine E-Mail mit seinem Namen, seiner Adresse, dem gewünschten Motiv sowie der passenden Größe und dem Betreff "Should Be" an gewinnen@fudder.de. Einsendeschluss ist Freitag, 30. August 2013, 12 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden am selben Tag per E-Mail benachrichtigt.
 

Mehr dazu:



Was es ist:
Should Be
Wer dahinter steckt: Jona Lehr und Anselm Appel
Wo zu kaufen: persönlich, per Facebook, per E-Mail und bei "Pullunder und Röckchen"
Preis: 25 Euro pro T-Shirt