Breisgau Badeseentest: Opfinger See

Stefan Rempel

Beim vierten Breisgauer Badeseentest schauen wir uns einen der größten Baggerseen in der Umgebung an, den Opfinger See. Hier wird, im Gegensatz zu den bereits vorgestellten Baggerseen, tatsächlich noch gebaggert. Besonderes Merkmal außerdem: Es gibt ein Schlammbad. Wir wollten wissen: Bietet so ein Baggersee den gleichen Komfort für die Besucher?





Lage:

Der Opfinger See liegt zwischen dem Stadtteil Rieselfeld und dem Ortsteil Opfingen. Er ist mit dem Bus gut zu erreichen (Haltestelle "Opfingen, Kleingärten"). Von dort ist es nur noch ein Fußmarsch von etwa fünf Minuten. Wer nicht auf das Auto verzichten möchte, findet an dem Badesee genügend schattige Parkmöglichkeiten.

 

Das Publikum:

Das Publikum am ist gemischt. Auf der flachen Liegewiese am Ufer des Sees sind vorwiegend ältere Menschen, während die Jugendlichen ihr Handtuch eher am Hang ausbreiten. Dort wird die Musik auch ein bisschen lauter aufgedreht. Viele Leute besuchen den See auch gerne, um mit dem Hund Gassi zu gehen.

 

Liegewiese:

Die Liegewiese ist nicht sonderlich bequem. Einige Besucher kritisieren, dass das Gras am Hang nicht gemäht wird: "Mit bequem Liegen hat das Ganze nichts mehr zu tun". Der flache Teil der Liegewiese ist von der Sonne ausgetrocknet. Das Gras ist ausgedörrt und es piekst. Dank vieler Mülleimer ist die Wiese aber verhältnismäßig sauber, mit Ausnahme der Grillstellen, die zum Teil wüst aussehen. Schattige Plätzchen sind ausreichend vorhanden, leider mangelt es an Sitzbänke. "Eine Garnitur um Spanferkel zu grillen gab es früher auch", erzählt uns eine Besucherin, "leider verschwand sie von einem Tag auf den anderen".

 



Gastronomisches Angebot:

Direkt am See befindet sich der Kiosk "Opfinger See". Das Angebot reicht vom "bunten Sommersalatteller" (2,50 Euro) bis hin zur "Grillwurst mit Pommes" (3,70 Euro). Auch für Schlemmer ist gesorgt; eine Kugel Eis gibt es ab 60 Cent. Wer kein Geld ausgeben will, kann sich selbst etwas zum Grillen mitbringen, genügend Grillstellen sind vorhanden, auch Toiletten sind bereitgestellt.

 



Wasserqualität:

Das Seewasser sieht trüb aus, ist aber vom Gesundheitsamt Freiburg für "zum Baden gut geeignet" eingestuft worden. Schilder, die auf Entenwürmer hinweisen, konnten wir keine entdecken. Der Einstieg ins Wasser fällt an manchen Stellen schwer, da der Uferbereich mit Wasserpflanzen zugewachsen ist. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) hat am Opfingersee einen Wachposten aufgestellt, da häufig Jugendliche unerlaubt auf den Kiesbagger klettern und von dort herunter springen. Für alle, die es etwas schmutziger mögen, ist in der Nähe des Kieswerkes ein Schlammbad vorhanden. Aber Vorsicht! Betreten auf eigene Gefahr.

 



Freizeitangebot:

Das Freizeitangebot ist mager, abgesehen von Schlammbad und einigen Wanderwegen rund um den See. Wer sein eigenes Equipment mitbringen kann, wird aber trotzdem viel Spaß haben.

 



Was sagt der Badegast?

Sarah Stachowski (15) / Melissa Parisi (15): Heute wollten wir unsere Ruhe haben, die wir hier durchaus bekommen können. Im Freiburger Schwimmbad sind uns zu viele Leute und es gibt hier keinen Bademeister, der uns anschreien kann! :-)

 

Julian Weber (16, Schüler): Der See liegt bei mir in der Nähe und er kostet kein Eintritt, so wie das Schwimmbad. Außerdem ist es hier viel gemütlicher und ruhiger.

fudder-Video Opfinger See: