Breisgau Badeseentest (6): Rimsinger Baggersee

Stefan Rempel

Der Rimsinger Baggersee ist einer der meist besuchten Baggerseen der Umgebung und hat auch schon fast einen Kultstatus bei den Besuchern erreicht. Wir wollten wissen, was genau denn die Besucher so gut an dem Baggersee finden und welche Schattenseiten es gibt:





Lage:

  Der Rimsinger Baggersee ist einer der größten Seen (34 ha) in der Umgebung. Das Baden dort ist eigentlich von offizieller Stelle verboten, trotzdem nutzen viele Leute täglich das Angebot. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ihn anzufahren. Will man auf der "Grünen Seite" liegen, so muss man kurz vor Ortsausfahrt Niederrimsingen links auf einen eigentlich nur für die Landwirtschaft erlaubten Verkehrsweg abbiegen und dem Straßenverlauf folgen.
Parkplätze sind am See nur wenige vorhanden. Das "chaotische Parken" einiger Besucher erschwert vielen Leuten die Heimreise. So kommt es schon mal vor, dass das Auto eingeparkt ist und man stundenlang auf den Besitzer des Fahrzeugs warten muss. Das Parkplatzproblem stellt auch die Stadt vor große Probleme. Viele Landwirte beklagen nämlich, dass die Besucher des Baggersees ihre Autos auf ihren Feldern abstellen und somit den Arbeitsalltag behindern. Vor kurzem wurde auch in mehrere Autos eingebrochen und nach Angaben der Polizei Handtaschen, Handys und Geldbörsen geklaut. Auf der anderen Seite des Sees befindet sich eine von der Sonne ausgebrannte Liegewiese mit vielen Büschen und Grillstellen und ein langer Kiesstrand mit vereinzelten Kiesbergen.



Publikum:

  Der Rimsinger Baggersee hat vor allem beim jungen Publikum einen Kultstatus erreicht und wird von ihm deshalb auch überwiegend genutzt. Viele Roller, hier und da laute Musik und kreischende "Kids", die von den Kiesbergen herunter springen, das ist der Alltag am Baggersee. Auch bei abendlichen Feten kann es hier ganz schön zur Sache gehen, allerdings werden die oft von der Polizei unterbunden. Es sind aber natürlich auch genügend ruhige Stellen für die ältere Gesellschaft vorhanden. Der Kult des Baggersees macht auch an Ländergrenzen keinen Halt. Gut besucht wird der Rimsinger Baggersee auch von Franzosen und Schweizer. FKK-Baden wird hier häufig betrieben - und die Schwulenszene trifft sich dort auch gerne.

Liegewiese:

  Das große Problem des Rimsinger Baggersees ist der Müll, der überall auf den Liegewiesen zu finden ist. Da viele Besucher am Baggersee keine Mülleimer vorfinden können, lassen Sie den Müll einfach liegen. Somit sinkt natürlich auch der Liegekomfort. Beachtet man den Müll nicht, gibt es genügend schattige Plätzchen, unter denen man bequem einige Stunden verbringen kann. Auf der Kiesstrandseite gibt es nur wenig Schatten. Auch der steinige Untergrund lädt nicht gerade zum Liegen ein. Ein beliebter Platz bei den jungen Besuchern ist eine kleine Kiesinsel, die ein paar Meter vor dem Ufer emporragt. Man gelangt dorthin zu Fuß, allerdings versinkt man dann bis zur Taille im Wasser.



Gastronomie:

  Wirtschaften oder Kiosks sind am See nicht vorhanden, da es sich schließlich um keinen offiziellen Badesee handelt. Den Besuchern bleibt also nichts anderes übrig, als sich das Essen und Trinken von daheim mitzubringen.

Wasserqualität:

Die Wasserqualität am Rimsinger Baggersee ist hervorragend. Das bestätigen das Gesundheitsamt Freiburg und auch die Badegäste. Der Einstieg ins Wasser fällt an manchen Stellen schwer, besonders am Kiesstrand ist er mühsam. Es sind aber auch Stellen mit flachen, kinderfreundlichen Einstieg vorhanden.

Jan Schowalter: Die Kinder finden es hier einfach klasse! Das Wasser ist sehr rein und erfrischend. Hier kann man viel Spaß haben.  

Silvana Weber: Ich finde hier besonders die Kiesinsel gut. Auch das Wasser kühlt einen in diesen heißen Tagen gut ab. Was mich stört ist allerdings der Müll, der überall auf den Liegewiesen und in den Büschen herumliegt. Aber sonst ist es ein schöner Platz zum chillen.


Mehr dazu:

Mehr Informationen unter Rimsingen.de/baggersee