Brand im Rieselfeld: Auch Mutter der getöteten Kinder gestorben

David Weigend

Einen Tag nach dem Brand in einem Freiburger Mehrfamilienhaus ist auch die Mutter der beiden getöteten Geschwister gestorben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, starb die 41-Jährige heute Morgen an den Folgen einer schweren Rauchvergiftung.

Beim Feuer waren in der Nacht zum Donnerstag eine 13-Jährige und ihr 20 Jahre alter Bruder ums Leben gekommen. Die beiden wollten mit ihrer Mutter durch das verqualmte Treppenhaus ins Freie flüchten – eine tödliche Falle. Die Geschwister starben noch dort an einer Rauchvergiftung, ihre Mutter einen Tag später im Krankenhaus. Andere Bewohner konnten über Balkone von der Feuerwehr gerettet werden.


Das Feuer war nach dem technischen Defekt eines Fernsehers in der Wohnung eines älteren Ehepaars ausgebrochen. Die älteren Leute erlitten Rauchverletzungen. Sie sind der Polizei zufolge aber nicht schwer verletzt.

Das Treppenhaus des 50 Wohnungen zählenden, fünfstöckigen Gebäudes hatte sich nach dem Brand im ersten Obergeschoss komplett mit Qualm gefüllt. Den Hausbewohnern war der Fluchtweg abgeschnitten. Die meisten konnten auf ihre Balkone entkommen und von der Feuerwehr unter anderem mit Drehleitern gerettet werden.

Die nun gestorbene 41-jährige Deutsche algerischer Herkunft – sie wurde laut Polizei zunächst fälschlich für schwanger gehalten – wohnte oben und hatte mit ihren beiden Kindern versucht, durch das Treppenhaus zu flüchten.

Mehr dazu:

fudder.de: Reportage über den Brand im Rieselfeld