Borso-Crowdfunding abgebrochen – Erik Braun führt Geschäft allein

Konstantin Görlich

5000 Euro wollten sie für ihren Start ins Unternehmerdasein einsammeln – aber das findet nun nicht gemeinsam statt. Erik Braun führt das Borso allein, und trägt Finanzierung und Risiko.

Gemeinsam mit Tonia Greger (28) wollte Erik Braun (22) – beide langjährige Mitarbeiter im Borso – die Bar von Leonid Fliegauf übernehmen (fudder berichtete). Mittels Crowdfunding sollte die Anschubfinanzierung sichergestellt werden.


Hat’s geklappt?

"Es hätte geklappt", sagt Braun. Aber das Crowdfunding wurde vorzeitig abgebrochen. Grund: Nach reiflicher Überlegung kamen die beiden zu dem Schluss, die neue Gesellschaft nicht gemeinsam zu gründen. "Das ist ja fast wie ein Ehevertrag", sagt Braun, halb scherzhaft. Beide hätten ihre Freundschaft nicht gefährden und Greger sich nicht so lange verpflichten wollen, sagt Braun, der nun allein das unternehmerische Risiko trägt.

Wie gehabt betreiben sie das Borso aber gemeinsam, nur die Finanzierung übernahm Braun mit privaten Darlehen – es sei unfair gegenüber den Crowdfundern gewesen, deren Geld unter den zwischenzeitlich veränderten Bedingungen anzunehmen, sagt Braun. Es seien auch etliche aus Gregers Freundeskreis beteiligt gewesen.

Im Borso sieht es derweil noch nicht viel anders aus, als bisher. Die Speisekarte bekommt im September ein Update, einige der Graffiti, für die die Bar bekannt ist, wurden restauriert und einige neue kamen – in Zusammenarbeit mit dem Kulturaggregat – hinzu.