Bornemann und Rathke nicht zu den Wölfen

Dirk Philippi

Für die neu gegründete Wölfe-GmbH gibt es nach den teils spektakulären Neuverpflichtungen einen ersten Dämpfer: Weder mit dem ehemaligen SC-Freiburg-Manager Andreas Bornemann (Foto links) noch mit dem Kölner Holger Rathke konnte man sich über ein Geschäftsführer-Engagement beim Freiburger Eishockey-Oberligisten einigen.



Wölfe-Gesellschafter und -Pressesprecher Holger Döpke sieht keinerlei Grund zur Panik, bedauert es aber dennoch sehr, dass die zwei Wunschkandidaten nun definitiv nicht Geschäftsführer bei den Wölfen werden. Mit Holger Rathke, der einst mit Thomas Eichin, der übringens nie ein Thema bei den Wölfen gewesen sein soll, die Geschicke bei den Kölner Haien leitete und dann über Krefeld im Fußball bei den Sportfreunden Siegen landete, sei man sich prinzipiell einig gewesen. Seit drei Monaten wartete man nun auf die Unterzeichnung des Vertrages, die aber nicht mehr erfolgen wird. Den Grund dafür kann Döpke gut verstehen und verweist auf private Probleme Rathkes, die ihm einen Umzug nach Freiburg nicht möglich machen. Fast zeitgleich mit dem ersten Gespräch zwischen Rathke und den Wölfen erlitt Rathkes Vater einen Schlaganfall, was ein Engagement Rathkes trotz zwischenzeitlicher Hoffnungen und der Geduld nun definitiv nicht zulassen.


Doppelt bitter ist dies, da auch die Verhandlungen zwischen der Wölfe-GmbH und dem Ex-Sportclub-Freiburg-Manager Andreas Bornemann nicht zu einem positiven Abschluss führten. "Andreas Bornemann ist ein hoch qualifizierter Mann, der allerdings durch und durch Vollblut-Fußballer ist. Wir hatten gute Gespräche, sahen aber beide, dass Bornemanns Zukunft im Fußball liegen wird", so Holger Döpke gegenüber fudder.

Für die weitere Zukunft betont Döpke ferner, jetzt nicht mit der Brechstange einen x-beliebigen Kandidaten verpflichten zu wollen, gibt aber zu, dass die Entwicklungen doch ärgerlich seien: "Wir sind mit dem Ziel einer stärkeren Professionalisierung des Freiburger Eishockeys angetreten und dafür wollen wir einen Vollzeit-Geschäftsführer. Unser Interims-Geschäftsführer Werner Völkle kann dies zeitlich nicht leisten und so suchen wir nun weiter."

Größere Probleme beim Zusammenstellen des Kaders soll es aufgrund der aktuellen Situation nicht geben, da sich, so Döpke, "die Gesellschafter nun eben noch länger verstärkt einbringen müssen und es momentan ja auch zur Zufriedenheit aller läuft."



Derweil stehen im Spielerbereich weitere Entscheidungen kurz bevor. Nach fudder-Informationen wird der Finne Antti Karhula (links) erneut eine Kontigentstelle bei den Wölfen besetzen, wogegen der Abschied von Martin Kotasek (rechts) beschlossene Sache ist. Holger Döpke wollte dies weder bestätigen noch dementieren.

Eine attraktive Neuerung halten die Wölfe für Eishockey interessierte Familien bereit. So wird es in der kommenden Saison rabattierte Familien-Ticktes geben. Die allgemeinen Eintrittspreise bleiben auf dem Niveau der Vorsaison.