Entwarnung in Freiburg

Bombendrohung: Unbekannter stellte Koffer ab und rennt weg

Joshua Kocher & Joachim Röderer

Ein Mann hat einen Koffer abgestellt und soll "Bombe" und "Allahu akbar" gerufen haben. Dieser Vorfall löste einen Großeinsatz der Polizei aus. Die Gegend wurde evakuiert. Stunden später konnte Entwarnung gegeben werden.

Ein unbekannter Mann hat am Montagnachmittag gegen 15 Uhr einen Koffer auf der Herrenstraße bei der Baustelle des Andlauschen Hauses gegenüber vom Münsterladen C-Punkt und dem Zugangsweg zum Münster abgestellt. Der laut Zeugen "arabisch aussehende" Mann soll "Bombe" und "Allahu akbar" gerufen haben. Die Herrenstraße wurde von der Polizei abgeriegelt, Sprengstoffspezialisten aus Stuttgart angefordert. Als diese gegen 18 Uhr vor Ort waren und den Koffer untersucht hatten, konnten sie Entwarnung geben: Der Kofferinhalt war zum Glück harmlos.


Bauarbeiter, die mit Rohbauarbeiten am Andlauschen Haus beschäftigt sind, hatten den Unbekannten beobachtet. Er stellte den eine schwarzen Koffer mit braunen Lederapplikationen ab und rannte davon. Nach den Angaben von zwei Bauarbeitern gegenüber der Badischen Zeitung soll der Tatverdächtige zuvor den arabischen Ausspruch "Allahu akbar" gerufen haben. Ein Bauarbeiter verfolgte den Mann durch die Herrenstraße und die Salzstraße. Der Verfolger verlor den Verdächtigen jedoch beim Augustinermuseum aus den Augen. Die Fahndung der Polizei blieb bis zum Abend erfolglos.

Die alarmierte Polizei sperrte den mittleren Teil der Herrenstraße ab. Die Geschäfte wurden geräumt, die Anwohner wurden gebeten, in ihren Häusern zu bleiben. Polizeibeamte postierten sich an allen Zugängen. In Stuttgart machte sich ein Team aus sogenannten Delaborierern auf den Weg nach Freiburg. Kurz vor 18 Uhr waren sie vor Ort. Der verdächtige Gegenstand, der etwas größer als eine Aktentasche war, wurde geröntgt. Um 18.15 Uhr konnten die Experten bereits Entwarnung geben: "Es war keine Bombe im Koffer", konnte Polizeisprecher Walter Roth in einer improvisierten Pressekonferenz am Chor des Münsters berichten.

Sollte der Täter ermittelt werden, droht ihm ein Verfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens, was laut Polizeisprecher mit Geld- oder Haftstrafe geahndet werden kann.
So beschreibt die Polizei den Tatverdächtigen:

  • etwa 1,70 Meter groß
  • braune Lederjacke
  • Dreiviertel-Jeans in blau
  • kurzes, schwarzes, lichtes Haar
  • circa 25 Jahre alt
  • hager
  • als "arabisch aussehend" beschrieben