Bombenalarm am Hauptbahnhof

fudder-Redaktion

Ein angeketteter Metallkoffer hat am gestrigen Freitagabend einen Großeinsatz der Polizei am Freiburger Hauptbahnhof ausgelöst.

Ein herrenloser Koffer hat am Freitagabend am Freiburger Hauptbahnhof einen Großalarm der Bundespolizei ausgelöst. Sogar Entschärfer mussten alarmiert werden - unnötigerweise, wie sich später herausstellte.


Gegen 20.30 Uhr entdeckten Mitarbeiter der Deutschen Bahn am Servicepoint im Freiburger Hauptbahnhof einen Metallkoffer, der mit einem Fahrradschloss an der Information befestigt war. Sofort alarmierten sie die in diesem Fall zuständige Bundespolizei. Mehr als 20 Beamte waren binnen weniger Minuten vor Ort. Da der Besitzer des Koffers nicht ausfindig gemacht werden konnte, musste die Bundespolizei die Bahnhofshalle und ein direkt an die Halle anschließendes Fast-Food-Restaurant räumen.

Danach sperrten Bundespolizisten auch Teile des Hauptbahnhofs ab, zudem wurde das Gleis 1 des Hauptbahnhofs für den Zugverkehr für etwa 80 Minuten gesperrt. An- und ausfahrende Züge wurden durch die Deutsche Bahn auf andere Gleise innerhalb des Bahnhofs umgeleitet. Zu Zugverspätungen oder Zugausfällen kam es aufgrund des Großeinsatzes jedoch nicht.

"Die Gesamtumstände machten diese Maßnahmen erforderlich", sagt Thomas Gerbert, Pressesprecher der Bundespolizei in Weil am Rhein. "Daher wurde auch ein Entschärfungskommando angefordert." Umsonst, wie sich letztlich herausstellte, denn gegen 22 Uhr fragte eine 58-jährige Frau bei der Bundespolizei nach dem Grund für den Großeinsatz. Sie stellte sich schließlich als Eigentümerin des vermeintlichen Bombenkoffers heraus. Nach ihren Angaben war sie mit ihrer 26-jährigen Tochter in der Innenstadt essen und hatte den Koffer, weil er zu schwer war, gut gesichert am Servicepoint zurückgelassen.

Um 22.08 Uhr konnte die Bundespolizei Entwarnung geben. Die ebenfalls mit mehreren Streifen angerückte Landespolizei, der Notfallmanager der Deutschen Bahn und das vorsorglich alarmierte Deutsche Rote Kreuz und die Feuerwehr konnten wieder abrücken. Auch das Entschärfungskommando der Bundespolizei erreichte die Nachricht, dass der Einsatz ein glückliches Ende gefunden hatte, bevor dieses zum Einsatz kam. Sie konnten wieder umkehren.