Bloggender Basketballer: Fünf Antworten von Jermain Raffington

Fabienne Hurst

Der Freiburger Basketballprofi Jermain Raffington (25) hat seit ein paar Wochen ein eigenes Blog. Inzwischen spielt Raffington in Göttingen, doch gerade durch sein Blog erfahren viele alte Freunde, was Raffington bewegt. Das scheint viel mehr zu sein als nur Basketball.



Jermain, du bist seit einiger Zeit Basketballprofi. Seit ein paar Wochen bloggst du. Wie kam es dazu?

Ich studiere Journalismus im Fernstudium an der freien Journalistenschule Berlin, außerdem fotografiere gern. Ein Blog wollte ich schon vor längerem starten, hatte aber keine Idee, worüber ich bloggen will. Ich bekam viele Komplimente für meine Fotos und dachte, dass es doch viel zu schade sei, diese Bilder auf der Festplatte meines Computers verstauben zu lassen. Also kombinierte ich mein Studium mit meinem Hobby. Jayraffication war geboren.

Worüber schreibst du?

Basketball, Musik, interessante Erlebnisse in meinem Leben und Lifestyle. Dinge, die mich interessieren. Gefällt mir etwas, schreibe ich drüber. Ich habe viele Freunde in den USA. Die meisten meiner Teamkollegen sind Amerikaner, deshalb schreibe ich auf Englisch. Wenn ich über etwas Interessantes stolpere, kommt es in meine bookmarks. Dann schreibe ich dazu einen Text. Manchmal sind es auch nur quickposts wie ein Video oder ein paar Fotos.

Als Sportler wird man ja nicht gerade oft gefragt, was man von Street Art oder Mode hält. Ist dein Blog auch die Möglichkeit, zu zeigen, dass dein Interesse über Basketball hinausgeht?

Ja, ich denke schon. Ich werde immer als „der Basketballer“ angesehen. Das ist schön aber manchmal auch ziemlich nervig. Ich interessiere mich für eine Menge Dinge und die kommen auf meinem Blog zur Geltung.



Wenn man schreibt, gibt man auch immer etwas von sich preis. Wie persönlich ist dein Web-Tagebuch?

Es kommt darauf an, was gerade vorgeht in meinem Leben. Natürlich gebe ich nicht allzu viele private Details preis, ich denke, so etwas gehört weder in ein Blog noch in den Facebookstatus. Aber das ist ja jedem selber überlassen. Gibt es aber Ereignisse, von denen ich denke, dass sie Leute interessieren könnten, wie zum Beispiel mein Besuch im Knast oder unser Spiel gegen Allen Iverson – so etwas kommt dann in mein Blog und das ist dann schon auch persönlich.

Welche Blogs liest du?

Es gehört zu meinem Morgenritual, abonnierte Blogs zu lesen. Eine Tasse Kaffee, Musik, mein Mac. Dann blättere ich durch die RSS Feeds geblättert, zum Beispiel: Black Rainbow Extraordinaire Magazine, Viceland, Hypebeast, Ignant, Highsnobiety.

Blog von Jermain Raffington: Jayraffication

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