Blockforest Roller Girls: Freiburgs erste Roller Derby-Crew sucht Teammitglieder

Carolin Buchheim

Auf der Roller Derby-Landkarte ist Freiburg ein weißer Fleck. Die nächsten Crews, die den rasanten Sport auf Rollen pflegen, gibt's in Straßburg, Stuttgart und Zürich. Das soll anders werden: Neu-Freiburgerin Svenja, die bereits in Heidelberg eine Mannschaft initiiert hat, ist dabei, mit den Blockforest Roller Girls Freiburgs erstes Derby-Team zu gründen. Wie man mitmachen kann:



"Wir suchen Frauen und Männer in allen Formen und Farben, die keine Angst vor blauen Flecken haben", sagt Svenja. "Niemand soll denken, er wäre beim Derby falsch!" Rollerderby, das ist knochenharter und knallbunter Rollschuhrennsport. Bei Rennen treten geht es darum, per Überholmanöver punkten können - Rempeln und Schubsen unbedingt erwünscht! Zum Sport dazu gehören auch liebevoll zerfetzte Klamotten, raubeinige Kosenamen für die Spielerinnen - und reichlich Teamgeist.


Vorkenntnisse auf Rollschuhen sind nicht erforderlich, wenn man Lust auf den Sport hat. "Ich hatte zehn Jahre nicht auf Skates gestanden, als ich mit Roller Derby angefangen habe. Wir hatten auch schon Mädels dabei, die noch nie Rollschuh gefahren sind, und innerhalb kürzester Zeit richtig geile Aktionen auf das Parkett gelegt haben."

2009 kam die passionierte Longboarderin Svenja erstmals in Berlin mit Roller Derby in Kontakt, als sie in Berlin das erste Mal einen Wettkampf, einen sogenannten Bout sah. Einige Trainings bei den 'Berlin Bombshells' später, hatte sie das Roller Derby-Fieber gepackt. Nach einem Umzug in die Derby-Diaspora gründete sie in Heidelberg zusammen mit einer Freundin ein Team. Jetzt ist die PH-Studentin frisch nach Freiburg gezogen. "Das war die einzige Stadt, für die ich mich beworben hatte,  in der es kein Team gibt." Deswegen will sie kurzerhand das, was sie bereits in Heidelberg geschafft hatte, wiederholen.

Roller Derby ist ein selbstorganisierter Team-Sport; für das sich in der Entstehung befindende Team der Blockforest Roller Girls steht reichlich Arbeit an. "Wir brauchen nicht nur Fahrerinnen und Zuschauer, sondern auch Non-Skating Officials -  Schiedsrichter, Zeitnehmer, Leute die Flyer gestalten wollen oder Fotografen, die das Team fotografieren wollen."

Und natürlich braucht ein Team einen Trainingsort. Die Suche danach gestaltet sich bisher schwierig. "Hallenzeiten zu bekommen, das ist schon sehr schwer. Jetzt gilt es erstmal Kontakte zu Vereinen zu knüpfen, und den Sport bekannter zu machen." Das Ziel: mit den Blockforest Roller Girls mit einem bestehenden Rollsportverein beizutreten, um so an Trainingsmöglichkeiten zu kommen; diese Taktik hatte auch in Heidelberg funktioniert.

Svenja ist optimistisch. "Weil Freiburg nicht so spießig ist wie Heidelberg, hab' ich die Hoffnung, dass es hier schneller gehen könnte, ein Team zu starten." Und es juckt sie in den Füßen. "Ich stand seit über einem Monat nicht mehr richtig auf Skates. Manchmal hole ich sie raus und fahre in der Wohnung rum." Sie hofft, das Team über den Winter an den Start zu bringen. "Wenn wir diesen Winter einmal in der Woche mit einer handvoll Leuten trainieren könnten - das wäre schon toll!"

Interessierte können über die Blockforest Roller Girls-Faceookseite mit dem Team Kontakt aufnehmen. Das Mindestalter zum Mitmachen: 18 Jahre.

fudder-Video: Rollerderby in Straßburg



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  [Bild: Blockforest Roller Girls]