Blinden-Doku gewinnt beim Video-Grand-Slam

Maik Frantsche

Das Gewinnerteam des Video-Grand-Slam am Dienstagabend steht fest: Es sind die Sieger des letzten Videoslams; Aljoscha Hofmann, Severine Guthier und Martin Rehfuss mit ihrem Film "Mehr im nichts sehen". Dieser Film ist eine Dokumentation über den Alltag eines blinden Menschen in Freiburg.

Im Rahmen des dritten Freiburger Filmfestes traten in der gut gefüllten Mensabar alle sechs Gewinner der letzten Vorentscheide gegeneinander an und wurden noch einmal der kurzfilmbegeisternden Masse präsentiert. Im Vergleich zu den Vorentscheidungen waren die Veranstalter diesmal um ein neues Abstimmungssystem bemüht. Waren es in den letzten Monaten noch einzelne Personen, die wahllos mit großen Abstimmplakaten ausgestattet wurden, so wollte man diesmal das gesamte Publikum in die Auszählung mit einbeziehen und bestückte jeden zahlenden Gast mit eigenen Stimmzetteln. Nach dem Beifall des Publikums zu urteilen, standen sowohl der Sieger als auch der Zweitplatzierte bereits vor Beginn der finalen Auszählung fest. Wer allerdings von beiden Filmbeiträgen schließlich die Nase vorn hat, konnte niemand mit Sicherheit sagen.


Ganz besonders dürften sich die Gewinner des Video-Grand-Slam über ihren Preis freuen, denn der knapp zwölfminütige Film wird ab Herbst im Vorprogramm des Kandelhof-Kinos gezeigt.



Zweiter Sieger wurde der WM-Ticket-Film “Vorverkauf” von den Toskana-Jungs Michael Lotz, Philipp Faber, Nico Birkner und Gunnar Grah, die im Mai bereits wieder im Urlaub (Südfrankreich) waren und im September ihr neues Werk beim Video-Slam vorstellen möchten. Der dritte Platz (zehn Freikarten für den Friedrichsbau) ging an Martin Furch mit seiner 15-minütigen Filmcollage “Gesichter”.